Norwegen 01.09. – 04.09.26
Von Lærdalsøyri nach Ryfoss | ⛅️
01. September 26
- Lærdalsøyri
- Wanderung Vindhellavegen und Sverrestigen
- Ryfoss
Unser erstes Ziel heute ist die Stabkirche Borgund, die 1180 erbaut wurde und dem Apostel Andreas geweiht ist. An der markantesten Stabkirche Norwegens fallen uns besonders die Drachenkopf-Schnitzereien auf den Dächern auf. Hinter der hübschen roten Kirche beginnt der schmale Vindhella-Pass, der schon immer von Reisenden zwischen Ost und West genutzt wurde. Zuerst als Pfad mit extrem gefährlichen Abschnitten, und später als Postroute. 1790, als der Königsweg eröffnet wurde, erhielt er seine heutige Form. Doch war er zu steil, dass Pferd und Wagen ihn bewältigen konnten. Trotz späterer Umbauten mit hohen Fundamentmauern verbesserte sich die Steigung nicht. Daher waren die beiden Straßen durch die Vindhellaskaret in Wirklichkeit zwei erfolglose Projekte – wenn nur das Gefälle betrachtet wird. Sie sind jedoch so spektakulär konstruiert, dass sie vielleicht Norwegens schönstes Kulturerbe im Bereich Straßenbau sind. Der Königsweg hat den Preis für schöne Straßen sowie den renommierten Europa-Nostra-Kulturerbepreis der EU erhalten. Der Vindhellavegen spielte dabei eine wichtige Rolle. Von der Borgund Stabkirche gehen wir den Weg hinauf zum Beginn der faszinierenden Serpentinen. Wir wollen den Vindhellavegen zwischen Borgund und Vindhella, auf der Straße von 1843, in die eine Richtung und anschließend den hufeisenförmigen historischen Weg Sverrestigen zurückwandern. Es heißt, König Sverre habe im Oktober 1177 den Sverrestigen genutzt, um den Bauern aus dem Weg zu gehen, die darauf warteten, die Birkebeiner mit Steinen und Holzstücken bewerfen zu können, die sie am Bergpass erwarteten. König Sverre griff die Bauern aus dem Hinterhalt an und verjagte sie. Bei unserer Wanderung gehen wir um den Berggipfel Klanten herum, auf dem vermutlich früher eine Wallburg stand. Im Anschluss fahren wir auf der E16 über Tyinkrysset und das Fjellet, durch das der Kongsvegen weiter verläuft, bis kurz vor Ryfoss und Parken neben der Straße am Fluss.
Wanderungen am 2026-09-01 den Vindhellavegen und Sverrestigen 🚶♂️
Von Ryfoss nach Heggenes | 🌦
02. September 26
- Ryfoss
- Slettefjellrunden
- Sputrefossen
- Heggenes
Als Erstes schauen wir uns heute die Høre Stavkirke an, die sich anhand einer außergewöhnlichen Runeninschrift auf das Jahr 1179 datieren lässt und damit eine der ältesten Kirchen Norwegens ist. Sie liegt etwas abseits an der Zufahrt zur Panoramastrasse Slettefjellvegen im Süden vom Jotunheimen Nationalpark. Ein Stück von 25 km ist eine Mautstraße und nicht asphaltiert. Insgesamt sind es 57,5 km. Wir passieren die elektronische Mautstation nach dem Slettefjellkiosk und parken kurz danach am Straßenrand, um einen Abstecher zum Wasserfall Sputrefossen zu machen. Gerade wollen wir losgehen, da fängt es an zu regnen. Wir warten, bis die Sonne wieder scheint und laufen einen schmalen Pfad den Hang hinauf. Dann kommt der Wasserfall in Sicht. Der Fluss stürzt über einen Felsvorsprung hinab. In der Schlucht befinden sich mehrere Wasserfälle und steile Klippen. Wir laufen noch ein Stück den Hang hinauf, erreichen eine Traktorstraße und kommen in ein schönes Tal. Hier verliert sich der Weg und wir kehren um. Nun geht es auf dem Slettefjellvegen steil bergauf bis zum höchsten Punkt auf 1315 m, wo es einen schönen Rastplatz gibt. Unterwegs läuft eine Herde Rentiere über die Straße, die wir eine Weile beobachten. Wir laufen vom Rastplatz noch zum Gipfel mit der Steinpyramide und genießen kurz die herrliche Aussicht nach Jotunheimen. Lange lässt uns der eisige Wind nicht verweilen. Jetzt folgt eine steile Abfahrt zum See Fleinsendin und an der Alm Mugnestølen vorbei. Wenig später passieren wir Skrebergo und Lykkja. In Beito biegen wir ab nach Beitostølen. Dabei blockiert eine Ziegenherde die Straße und will sie nicht freigeben. Wir müssen aussteigen, um die Tiere zur Freigabe zu bewegen. Auf der Fv15 fahren wir bis Skammestein und folgen dem Wegweiser nach Ryfoss. Unterwegs stoppen wir an einem großen Schotterplatz für die Nacht.
Von Heggenes nach Lillehammer | 🌤
03. September 26
- Heggenes
- Lillehammer
Nach einer sehr ruhigen Nacht fahren wir noch ein paar Kilometer bis Ryfoss auf der Slettefjellrunden. Wieder auf der E16 kommen wir zur Lomen Stavkyrkje aus dem Jahr 1192. In Bagn biegen wir auf die Straße 33 ab bis kurz vor Dokka, wo wir die landschaftlich schöne Route auf der kleinen Straße 250 bis Lillehammer nehmen. Unterwegs machen wir einen Abstecher zur Skolmen Bru in einer beeindruckenden Schluchtenlandschaft. Die Brücke wurde 1877 als Teil des neuen Straßennetzes erbaut und 2021 neu errichtet. Die Skolmen-Brücke ist eine von drei Brücken dieser Art in Norwegen und mit einer Länge von 41 Metern die längste des Landes. Weiter fahren wir auf der 250, die Straße schlängelt sich im ständigen bergauf und bergab durch die waldreiche Landschaft. Wir erreichen am frühen Nachmittag Lillehammer dem Tor zum Gudbrandstal. Nahe dem alten Zentrum parken wir am großen See Mjøsa. Ein steiler Fußweg führt hinauf zur Storgata mit ihren idyllischen Holzbauten. Die preisgekrönte Straße ist eine der gemütlichsten und stimmungsvollsten Einkaufsstraßen in ganz Norwegen. Da wir auf einem Tagesparkplatz stehen, fahren wir hinauf zur Skischanze Lysgårdsbakkene Hoppanlegg, die für die Olympischen Winterspiele 1994 errichtet wurde.
Von Lillehammer nach Östmark | ☁️
04. September 26
- Lillehammer
- Östmark
Von Lillehammer nach Östmark | ☁️
Da am gestrigen Abend die Sonne so günstig stand, gingen wir noch zur Skisprunganlage und genossen den fantastischen Blick auf die Stadt Lillehammer und den Mjøsa, Norwegens größtem See. Wir laufen die 936 Stufen entlang der Schanze hinunter und wieder hinauf. Ein schöner Abendsport.
Am Morgen fahren wir auf der E6 weiter bis Brumuddel, wo wir duschen können. Danach entsorgen wir in Hamar. Die Anfahrt gestaltet sich aufgrund einer Baustelle etwas kompliziert und zeitaufwendig. Südlich vom Hamar steht die Skulptur „Seeding“ (å så et frø) – von einigen Einheimischen mit dem Spitznamen „Spermazelle“ (sædcella) oder Kaulquappen (Rumpetroll) genannt, ist ein erfrischendes, aber umstrittenes Kunstwerk. Die Fahrt setzen wir über Elverum fort und danach auf der Straße 210 bis kurz vor Kirkenær, wo wir auf die 201 abbiegen. Wir wollen am See Skasen für die Nacht parken. Doch ist es noch zu zeitig, sodass wir noch ein Stück fahren. Der nächste gewählte Platz direkt an der Grenze zu Schweden hat keine Internetverbindung. Also fahren wir weiter Richtung Torsby und parken am See Klaggen mit Sitzgelegenheiten und Strandzugang. Doch bei 15 °C wohl etwas zu frisch.
Schweden
Von Östmark nach Borås | 🌦
05. September 26
- Östmark
- Borås
Heute beginnt unsere Heimreise. Wir fahren über Torsby nach Vänersborg und Trollhättan auf der E45 und biegen auf die E42 ab. In Sollebrunn entscheidet sich unser Navi für die Straße 190 und anschließend 180 über Alingsås bis Borås. Hier fahren wir zum See Pickesjön wo wir direkt am See, nach 365 km, für die Nacht parken.
Von Borås nach Torup | ⛅️
06. September 26
- Borås
- Torup
Am Morgen liegt durch den Regen vom gestrigen Abend Nebel über der Landschaft. Doch die Sonne lässt ihn schnell verschwinden. Wir fahren nach Borås und weiter auf der Straße 27 bis Alvesta. Hier biegen wir auf die Straße 126 ab bis zur 23. Auf dieser fahren wir über Älmhult, Osby, Hässleholm und Höör, wo wir auf die 13 nach Hörby abbiegen. Unterwegs schlägt unser Kilometerzähler auf 100.000 km um. In Sjöbo geht es weiter auf der Straße 11 bis Staffanstorp, wo wir auf die 108 zum Torup Slott nach 375 km abbiegen und auf dem Schlossparkplatz parken. Der viereckige Ziegelbau des Schlosses mit einem achteckigen und einem runden Turm umgeben von einem malerischen Wassergraben bzw. See stammt aus dem 16. Jahrhundert ist eine sehr gut erhaltene Renaissance-Wasserburg.
Dänemark
Von Torup nach Hoptrup | 🌤
07. September 26
- Torup
- Hoptrup
Wir fahren weiter über Malmö und die Öresundbrücke, auf der wir ca. 30 min im Stau stehen, nach Kopenhagen und über die Storebaelt-Brücke. Durchqueren die Insel Fyn, weiter an Kolding vorbei und wechseln hier auf die Straße 170 bis Hoptrup, wo es einen schönen kleinen Stellplatz gibt. Hier bleiben wir nach 335 km Fahrt für die Nacht.
Deutschland
Von Hoptrup nach Salzwedel | 🌤
08. September 26
- Hoptrup
- Salzwedel
Heute haben wir nochmals einen langen Fahrtag vor uns. Wir wollen die Autobahn vermeiden und fahren über kleine Straße durch Dörfer und Alleen und sind nach 370 km und ca. 6,5 h in der Hansestadt Salzwedel. Wir machen noch einen Spaziergang durch das Zentrum mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Der Großteil stammt aus dem 19. Jahrhundert. Inschriften, Schnitzereien und Zierbalken an einigen der Gebäude erinnern an die ursprünglichen Vorgängerbauten. Mehrere kleine Kanäle durchziehen die Innenstadt, die nicht ohne Grund von den Einheimischen „Klein Venedig“ genannt wird.
Von Salzwedel nach Weißensee | 🌥
09. September 26
- Salzwedel
- Weißensee
Am Morgen erledigen wir schon mal einige Einkäufe, bevor wir weiter nach Süden fahren. Auch am heutigen Tag wollen wir die Autobahn meiden. Lediglich um Magdeburg nutzten wir die Autobahn, die jedoch eher eine Hoppel Piste ist und die wir auch südlich von Magdeburg wieder verlassen. Über Nebenstraßen fahren wir durch Aschersleben, Artern und Sangerhausen und parken gegen 14 Uhr in Weißensee am See mit Blick auf den Japanischen Garten. Hier schauen wir uns noch die Runneburg und das Rathaus an.
Von Weißensee nach Weimar | 🌥
10. September 26
- Weißensee
- Weimar
vom 18.06.26 bis 10.09.26 – ca. 8765 km – 85 Tage





















































































