Norwegen 01.08. – 15.08.26
Von Børsa nach Kvithammar | 🌦
01. August 26
- Børsa
- Trondheim
- Kvithammar
Am Morgen fahren wir weiter nach Trondheim. Vom Parkplatz am Folgemuset laufen wir ca. 25 min. steil bergab ins Zentrum von Trondheim. Am Fischmarkt, direkt am Kanalhafen, befindet sich die große, frei stehende Uhr Ravnkloklokka. Eines der größten Holzhäuser Skandinaviens ist das 1774 bis 1778 erbaute Stiftsgården. Die im barock- und neoklassizistischen Stil erbaute Residenz wird heute als königliche Residenz von der königlichen Familie und ihren Gästen genutzt. Das nationale Heiligtum Norwegens ist der Nidarosdom, in dem seit 1814 die norwegischen Könige gekrönt werden. Gleich nebenan befindet sich das Palais des Erzbischofs, dessen Ursprünge bis in das 12. Jahrhundert zurückgehen. Wir laufen ein Stück weiter und kommen zur alten, im Jahr 1861 gebauten Stadtbrücke Gamble Brybo über den Fluss Nidelva. Sie ist auch als „Pforte des Glücks“ bekannt. Von der Brücke haben wir einen schönen Blick auf die bunten alten, auf Stelzen gebauten Speicherhäuser am Ufer des Flusses. Auf der anderen Seite der Brücke befindet sich die Altstadt Bakklandet mit schönen alten Wohnhäusern. Ein seltenes Kuriosum ist der Fahrradlift, mit dem sich Radfahrer kostenlos fast bis zur Festung Kristiansten hochziehen lassen können. Er scheint jedoch nicht mehr in Betrieb zu sein. Wir steigen die steile Straße hinauf auf den Hügel zur Festung Kristiansten aus dem 17. Jahrhundert. Hier genießen wir in der Sonne den Panoramablick auf die Stadt und den Trondheimfjord. Danach gehen wir weiter Richtung Hafen mit interessanten Gebäuden, den Solsiden. Ehemalige Werfthallen wurden hier in ein modernes Einkaufszentrum umgebaut. Nun steht uns der steile Aufstieg zum Parkplatz bevor. Oben angekommen, fahren wir weiter und suchen uns einen Parkplatz für die Nacht am Kvithammer an der E6.
Von Kvithammar nach Steinkjer | 🌦
02. August 26
- Kvithammar
- Wanderung Gamle Kongeveg
- Steinkjer
Nebel hängt über der Landschaft, doch die Sonne setzt sich durch. Wir fahren weiter auf der E6 zum Ausgangspunkt unserer Wanderung „Fottur til Våttåhaugen fra Sandshaugan“, die uns eine schöne Aussicht verspricht. Doch leider gibt es vor der Mautschranke keinen Parkplatz. Zum Glück haben wir eine Alternative: die Wanderung entlang des Gamle Kongeveg auf den Spuren der Bauernarmee. Die alte Königsstraße zwischen Husby in Verdal und Vådal in Sparbu ist die älteste Straße der Gegend und stammt vermutlich aus der frühen Eisenzeit. Man nimmt an, dass das Bauernheer diese Straße im Juli 1030 nutzte, um sich gegen Stiklestad zu sammeln. Wir starten vom Parkplatz in Husby. Der Weg ist gut ausgeschildert und verläuft zuerst auf einem Waldweg mit dicht bemoosten Wald. Es geht stetig auf und ab. Durch den vielen Regen der letzten Tage ist es oftmals moorastisch. Zum Glück haben wir uns für die richtigen Schuhe entschieden. Dann erreichen wir den höchsten Punkt auf 260 Höhenmeter. Der Wald wird lichter und es gibt jede Menge Blaubeeren. Dann kommen wir an einer Rodung entlang und kurz bevor wir das Ende des Weges in Vrådal nach ca. 7 km erreichen, geht es steil bergab. Oh, das müssen wir wieder hoch. Nun geht es auf demselben Weg wieder zurück. Kaum am Wohnmobil angekommen, ziehen dunkle Wolken auf und es beginnt zu regnen. Danach suchen wir uns einen Parkplatz nicht weit von Steinkjer an der E6.
Wanderung am 2026-08-02 Gamle Kongeveg 🚶♂️
Von Steinkjer nach Maløyabrua | 🌦
03. August 26
- Steinkjer
- Hammarsbrua
- Maløyabrua
Heute ist ein sehr unangenehmer Tag, 10° C und Regen in allen Varianten. Wir fahren auf der A6 bis Steinkjer, wo wir entsorgen und einkaufen. Danach bleiben wir auf der A6 bis Gartland, wo wir auf eine kleine Straße abbiegen und zur Fv17 kommen. Ein kurzer Umweg bringt uns zur 30 m langen Hammersbrua, einer überdachten Brücke, die 1925 erbaut wurde. Sie ist eine der wenigen Brücken ihrer Art in Norwegen und gehört zum norwegischen Kulturerbe. Danach fahren wir auf dem Kystriksveien (Fv17) und entdecken unterwegs eine Elchkuh mit ihrem Kind. Wir erreichen Foldereid. Hier biegen wir auf die Straße 770 in Richtung Küste zum Nærøysund und Vikna ab und parken am Rastplatz an der Maløyabrua. Ein kräftiger Wind rüttelt uns hier durch, doch haben wir einen herrlichen Blick auf den Nærøysund einen natürlichen Meeresarm, der die Insel Inner-Vikna von Marøya, Nærøy und dem Festland trennt. Die lange Küstenlinie besteht aus einem Archipel mit über 6.000 Inseln, Inselchen und Sandbänken.
Von Maløyabrua nach Gutvik | 🌦
04. August 26
- Maløyabrua
- Wanderung zum Valøytinden
- Gutvik
Nachdem wir gestern vom Sturm mit kräftigem Regen mächtig durchgeschüttelt wurden, hat sich das Wetter am Morgen beruhigt. Wir fahren in die Hafenstadt Rørvik auf Indre Vikna, um einzukaufen. Anschließend durchqueren wir auf der Straße 770 die Vikna-Inseln in Richtung Westen bis zur Mole von Valøya. Gerade als wir zu unserer Wanderung auf den Valøytinden starten wollen, geht eine Husche hernieder. Als sie vorüber ist, gehen wir auf den ca. 1,4 km langen Weg hinauf auf den 135 m hohen Valøytinden. Der Weg ist bis auf einige steile Passagen, die durch Ketten gesichert sind, nicht schwierig. Doch der Matsch und die rutschigen Steine nach dem vielen Regen sind eine Herausforderung. Oben angekommen bläst ein kräftiger Wind. Doch der Ausblick auf die unzähligen Inseln und Schären und auf Ytter-Vikna ist herrlich. Eine Scheibe weist den Weg zu verschiedenen geografischen Punkten. Wir gehen auf dem gleichen Weg zurück und fahren in nördliche Richtung auf der Straße 770 und 771 zum Fährhafen Gutvik.
Wanderung am 2026-08-04 zum Valøytinden 🚶♂️
Von Gutvik nach Leka Kvaløya | ⛅️
05. August 26
- Gutvik
- Fähre von Gutvik nach Skei
- Wanderung zum Kolsettuva
- Wanderung Ørnerovet (Adlerneste)
- Leka Kvaløya
Am Morgen setzen wir auf die Insel Leka über. Vom Fährhafen in Skei fahren wir zur Entsorgung und weiter entgegen dem Uhrzeigersinn zum Startpunkt der Wanderung auf den Kolsettuva. Die Wanderung beginnt am kleinen Flußlauf stetig bergauf. Wir weichen den feuchten Stellen aus. Dann wird es sehr steil. Der Weg ist zum Glück durch Seile gesichert. Wir queren eine Steinrutsche und folgen der roten Markierung bis zum Abzweig nach Kolsettuva und dem Vattind. Nun wird das Gelände flacher. Vorbei an kleinen Teichen und Moor erreichen wir Kolsttuva auf 375 m über dem Meer und tragen uns ins Tourenbuch ein. Da empfohlen wird, bis ganz nach oben zu gehen, folgen wir dem Rat. Wir klettern auf allen Vieren einen steilen Hang hinauf und werden mit einer herrlichen Aussicht auf die Westwand von Leka und Richtung Steinstind belohnt. Auf demselben Weg kehren wir zurück und fahren zum Parkplatz in Kvaløya. Nach einer Pause starten wir zur Wanderung Ørnerovposten. Das Wanderziel ist nach dem berühmten Adlerraub von 1932 bei dem ein dreijähriges Mädchen von einem Seeadler entführt und glücklicherweise lebend wiedergefunden wurde. Es ist nur eine 1,5 km lange Wanderung, die über rissiges Gestein in fantastischen Farbvariationen zum Hinweisschild „Órnerovet“ verläuft. Das letzte Stück erfordert wieder etwas Kletterei. Am Ende der Wanderung, ein Stück landeinwärts, sehen wir die Markierung, wo sich die Legende abgespielt hat. Und tatsächlich kreist ein Adler über uns.
Zwei Wanderungen am 2026-08-05 auf Leka 🚶♂️
Von Leka Kvaløya nach Holm | ☁️
06. August 26
- Leka Kvaløya
- Fähre von Skei nach Gutvik
- Wanderung auf den Romsskåla
- Holm
Wir stehen heute früh auf, um die Fähre um 8 Uhr nach Gutvik zu erreichen. Nach der Überfahrt biegen wir gleich links ab nach Gångkleiva zum Wanderparkplatz auf den 588 m hohen Romsskåla, den höchsten Berg der Gemeinde. Er markiert die Grenze zwischen den Gemeinden Leka und Bindal. Wir folgen dem kurzen Fahrweg bis zum Wanderschild. Nun führt ein schmaler Weg durch Wald mit sumpfigen Stellen. Danach geht der Weg über 1,8 Milliarden Jahre alte Gneisfelsen und folgt den Bergrücken von Sønndalslia hinauf zum Holdåsfjellet und weiter auf den Romsskåla. Hier ist das Gelände gut begehbar und offen, sodass wir schon nach 1,5 h den Steinhaufen auf dem Gipfel erreichen. Oben angekommen, werden wir für unsere Anstrengungen mit einem herrlichen Blick auf den Lekafjord, die Insel Leka und Gutvik belohnt. Lange können wir uns nicht aufhalten, denn es bläst ein kalter, kräftiger Wind. Außerdem ist ab Mittag mit einer Wetterverschlechterung zu rechnen. Zügig gehen wir wieder hinab und fahren danach wieder auf die Fv17. Am Parkplatz zur Wanderung auf den Heilhornet halten wir kurz an. Das wäre eine tolle Wanderung, doch man benötigt dafür 7 h. Leider ist das Wetter im Moment zu unbeständig. Wir merken sie uns für das nächste Mal. Kurz vor Holm, dem Beginn der Landschaftsroute Helgelandskysten, parken wir neben der Straße direkt am Fjord.
Wanderungen am 2026-08-06 auf den Romsskåla 🚶♂️
Von Holm nach Brønnøysund | ☁️
07. August 26
- Holm
- Fähre von Holm nach Vennesund
- Brønnøysund
In Holm beginnt die norwegische Landschaftsroute Helgelandskysten, der spektakulärste Teil des Kystriksveien (Fv17), zwischen Holm und Godøystraumen mit 433 km. Während der Kystriksveien 650 km lang ist und von Steinkjer nach Bodø geht. Als Erstes fahren wir am Morgen mit der Fähre von Holm nach Vennesund. Nun befinden wir uns auf Sømna. Der Himmel ist grau in grau bei 11° C. Vom Fähranleger gehen wir an der Wasserkante entlang zur Sankt-Olav-Quelle, deren Wasser heilende Kräfte besitzen soll. Wir balancieren über die großen Steine und kommen zu einem Picknickplatz mit der Skulptur „Hai – Kuh – Badewanne“. Etwas weiter ist die Quelle, von der nicht viel zu sehen ist. Mal wieder eine Touristenfalle? Zur Insel Kvaløya fahren wir dieses Mal nicht hinüber. Das Wetter macht einfach nicht so recht Lust. So lassen wir auch die Wanderung auf den Ramntinden bei Våg ausfallen und fahren weiter. Am Rastplatz Sundshopen, einem stimmungsvollen Landschaftsroutenpunkt in Form einer Steinmole, die sich ca.65 m von Strand ins Tidegewässer erstreckt. Auf der Weiterfahrt sehen wir ein Fahrzeug mit Warnblinklicht. Und tatsächlich stehen da zwei Elche nicht weit von der Straße. So ein Glück. Bevor wir nach Brønnøya kommen, halten wir noch am Rastplatz Trælvikosen. Die 55 Trittsteine, die die Gezeitenlinie markieren, sind vollständig sichtbar, es ist gerade Ebbe und im Hintergrund ragt der Torghatten aus dem Wasser. Die Mitte der Küstenlinie von Norwegen liegt am Yachthafen in Brønnøysund. Wir suchen den Stein, der als Markierung dient, dass es von hier aus 840 Kilometer bis zum Nordkap im Norden und 840 Kilometer nach Süden bis zum Kap Lindesnes sind. Dann bummeln wir noch durch das Einkaufszentrum und den Stadtpark Lille Brønnøya mit der neugotischen Kirche.
Von Brønnøysund nach Vevelstad | 🌥
08. August 26
- Brønnøysund
- Wanderung auf den Tilremshatten
- Fähre von Horn nach Anddalsvåg
- Vevelstad
Nachdem wir die Einkäufe erledigt haben, fahren wir zum Parkplatz direkt in Skarsåsen. Wir folgen dem Pfad hinauf zum Kamman-Kamm. Eigentlich ist die Wanderung auf den Tilremshatten nicht weiter schwierig, doch sie geht stetig bergan und der Untergrund ist extrem matschig. So haben wir mehr damit zu tun, nicht im Matsch zu versinken. Über felsige Stellen sind wir dankbar. An steilen Abschnitten ist der Weg mit Seilen bzw. Ketten gesichert. Auch gibt es vereinzelt Holzbohlen über den Sumpf. Wir benötigen für die 2,5 km und 282 Höhenmeter 1,5 h. Auf halber Strecke kommen wir an der kleinen Felsenhöhle HavLars vorbei, ein kleineres Pendant zum berühmten Torghatten. In der Fantasie der Menschen ist aus der Felsformation ein freundlicher Meerestroll geworden, der sich bei Sonnenaufgang in Stein verwandelt hat. Vom Gipfel haben wir einen herrlichen Panoramablick auf Brønnøysund, den markanten Torghatten im Süden, die Insel Vega im Westen und zur Schifffahrtsrinne und den Schärengarten. Auf demselben Weg gehen wir wieder hinab. Bevor wir weiterfahren, sehen wir uns noch das deutsche Küstenfort Skarsåsen aus dem 2. Weltkrieg an. Zeitweise waren hier ca. 120 Soldaten stationiert. Das weitläufige Gelände gleicht einem Labyrinth aus Schützengräben, unterirdischen Tunneln, Bunkern und vier Kanonenstellungen. Dann fahren wir weiter nach Horn zum Fähranleger und müssen über 2 h auf die nächste Fähre nach Andalsvågen warten.
Wanderungen am 2026-08-08 auf den Tilremshatten 🚶♂️
Von Vevelstad nach Søvika | 🌧
09. August 26
- Vevelstad
- Fähre von Forvik nach Tjøtta
- Alstahaug Kirkested
- Søvika
Der Sturm in dieser Nacht hat am Wohnmobil geschüttelt und gerüttelt und dazu noch jede Menge Regen mitgebracht. Wir haben kaum geschlafen. Am Morgen sind die Wasserfälle an den gegenüberliegenden Bergen angeschwollen. So fällt auch unsere geplante Wanderung auf den Hornstinen ins Wasser. Wir fahren weiter zum Fähranleger nach Forvik. Da heute Sonntag ist, fahren die Fähren nicht so häufig. Wir müssen fast 2 Stunden warten, bevor wir nach Tjøtta übersetzen können. Zaghaft scheint die Sonne, doch der Regen siegt. Auf Alstra angekommen, nehmen wir die Entsorgung dankbar an und fahren auf der Landschaftsroute Helgelandskysten Fv17 weiter. An der Alstahaug Kirkested legen wir einen Stopp ein, bevor wir zum Fähranleger Søvik fahren, wo wir über Nacht stehen bleiben.
Von Søvika nach Sandnessjøen | 🌦
10. August 26
- Søvika
- Wanderung Storrunden
- Sandnessjøen
Noch liegen die sieben Schwestern unter einem Wolkenschleier. Wir fahren die wenigen Meter bis zum Wanderparkplatz zur Storrunden. Zuerst gehen wir auf einem Forstweg, bevor der Anstieg über die Felsplatten beginnt. Es ist derselbe Weg wie auf den Breitinden, biegt aber vor dem Aufstieg zum Gipfel des Breitinden nach Süden ab. Mal wieder ein einfacher Weg, wenn es trocken wäre. Doch der Fels ist nass und rutschig. Wir klettern die steilen Felsplatten oftmals auf allen Vieren hoch und suchen stetig nach der roten Markierung oder einen Weg, um den nassen Fels zu umgehen. Das ist dieses Mal wirklich anstrengend. An der Wasserscheide Storrunden – Breitinden wird es dann einfacher. Wir laufen über flaches Gelände mit einem sanften Abstieg über die Aksla hinunter nach Søvikskaret. Der Weg ist nass und matschig und nun erwischt uns auch noch zweimal ein Regenschauer. Doch dann haben wir die trotz aller Widrigkeiten schöne Wanderung geschafft, als wir wieder auf einem Forstweg, das letzte Stück der Wanderung, gehen. Kaum am Wohnmobil fängt es so richtig an zu schütten. Nach einer Pause fahren wir weiter nach Sandnesjoen.
Wanderungen am 2026-08-10 Storrunden 🚶♂️
Von Sandnessjøen nach Mosjøen | 🌧
11. August 26
- Sandnessjøen
- Fähre von Levang nach Nesna
- Mo i Rana
- Mosjøen
Der Regen will einfach nicht aufhören. Nachdem wir unsere Einkäufe in Sandnesjoen erledigt haben, fahren wir über die Helgelandsbrua weiter auf der Fv17 zur Fähre Levag nach Nesna. Wir müssen etwas warten bis zur Abfahrt. Danach folgen wir der Fv17 noch bis zum Abzweig auf die 810 nach Mo i Rana. Es regnet und regnet. Unzählige Wasserfälle stürzen die Berghänge hinab. In Mo i Rana tanken wir etwas günstiger als die Tankstellen bisher und füllen unsere LPG Flasche auf. Wir beraten, was wir nun weiter unternehmen. Wandern macht bei den durchfeuchteten Böden keinen Sinn und da es immer noch regnet haben wir auch keine Lust auf einen Stadtspaziergang. Da für morgen eine kurze Regenpause angesagt ist, fahren wir auf der E6 weiter bis Mosjøen. Am Vefsnfjorden haben wir einen schönen Parkplatz direkt am Wasser für die Nacht.
Mosjøen | 🌥
12. August 26
- Wanderung in Mosjøen – Helgelandstrappa
Vom Parkplatz laufen wir in die historische Altstadt von Mosjøen zur Sjøgata, die parallel zur Fußgängerzone am Fluss Vefsna verläuft. Es ist eine lebendige Straße mit Geschäften und Restaurants. Auf dem Stadtberg Øyfjellet, ca. 1 km vom Stadtzentrum von Mosjøen geht die spektakuläre Helgelandstrappa hinauf. Der Berg erhebt sich 818 m über dem Meeresspiegel. Sherpas aus Nepal bauten die Treppe mit 4000 Stufen. Sie zählt zu den fünf besten Bergtreppen Norwegens und ist die längste Steintreppe der Welt. Wir erklimmen die unzähligen Stufen hinauf zum großen Steinhaufen auf dem Øyfjellet durch eine grandiose Landschaft. Am Horizont sehen wir die Berge mit Schneeresten und unter uns Mosjøen. Nach ca. 2 h ist es geschafft. Jedoch halten wir uns nicht lange auf, da ein kalter Wind weht. Jetzt müssen wir die 4000 Stufen wieder hinunter. Es gibt zwar die Möglichkeit, über einen Rundweg zum Ausgangspunkt zu gelangen, doch dazu ist der Untergrund zu nass. Heute bleiben wir auf unserem Parkplatz in Mosjøen für die Nacht.
Wanderungen am 2026-08-12 in Mosjøen 🚶♂️
Von Mosjøen nach Snåsa | 🌧
13. August 26
- Mosjøen
- Laksforsen
- Formosfossen
- Snåsa
Nun hatte die Wettervorhersage mal wieder recht, es regnet. Wir machen einige Besorgungen in Mosjøen und gehen zu Jysk, um nach einem Kopfkissen zu suchen. Von der netten Verkäuferin erfahren wir, dass es in Norwegen nicht die gewohnten Größen wie in Deutschland gibt. Auch in Schweden sind die Größen nochmal anders. Also brauchen wir nicht weiter Ausschau zu halten. Wir fahren weiter auf der E6 und machen Halt am Laksforsen. Hierher kommen die Lachse um zu Laichen. Leider ist gerade keine Laichzeit. Der Wasserfall an der Vefsna ist beeindruckend, und man kann sich kaum vorstellen, dass hier die Lachse hochspringen können. Jede Sekunde stürzen 700 Kubikmeter Wasser über den 17 m hohen Wasserfall bei Grane. Dann setzen wir unsere Fahrt auf der Europastraße 6, der wichtigsten Nord-Süd-Achse durch Norwegen fort. Wir nutzten den Regentag, um ein Stück in südliche Richtung zu kommen. Unterwegs halten wir in einer Regenpause noch einmal am Formosfossen einen gewaltigen Wasserfall in der Nähe von Grong. Von der Hauptstraße aus weist ein großes Schild „Formofossen“ darauf hin. Wir hören schon am Parkplatz das Tosen des herabstürzenden Wassers. Ein kleiner Pfad führt hinunter zum Fluss. Beeindruckend stürzen die Wassermassen, besonders nach dem vielen Regen der letzten Tage, hierunter. Bei Snåsa nehmen wir einen Rastplatz direkt an einem See.
Von Snåsa nach Jervskogen | 🌧
14. August 26
- Snåsa
- Storfossen und Mettifossen
- Jervskogen
Da es immer noch regnet, ändern wir unsere Fahrstrecke. Wir fahren am Morgen auf der E6 und biegen auf die kleine Straße 763 bei Snåsa ab. Diese fahren wir bis Steinkjer, wo wir einkaufen und entsorgen. Unterwegs sehen wir einen Elch am Straßenrand. Ab Steinkjer fahren wir wieder auf die E6 bis Stjørdal. Wir wollen Trondheim umfahren und kommen auf die Fv 6660. Mittlerweile hat der Regen aufgehört. Am Parkplatz des Naturschutzgebietes Homla halten wir an, und folgen der Beschilderung knapp 1 km zum zweitgrößten Wasserfall der Region, dem Storfossen. Der steile Forstweg bringt uns hinunter zur Aussichtsplattform. Es ist beeindruckend, wie die Wassermassen besonders nach dem Regen 40 m herunter donnern. Ein feiner Nebel wird zu uns herübergeweht. Nur wenige Meter weiter befindet sich der Wasserfall Mettifossen. Er ist zwar nicht so beeindruckend, doch von hier können wir beide Wasserfälle gut sehen. Dann fahren wir noch ein Stück zum Jervskogen Skisenter, wo wir die Nacht verbringen.
Von Jervskogen nach Oppdal | 🌧
15. August 26
- Jervskogen
- Oppdal
Und noch immer will der Regen nicht aufhören. Wir fahren vom Skisenter eine kleine Straße bis Klæbu und weiter bis Ler, wo wir wieder auf die E6 auffahren. Unterwegs sehen wir Kraniche auf den Feldern. Nun ist es nicht mehr weit bis Oppdal, wo wir am Sportplatz parken. Nach dem Mittag gehen wir ins Zentrum von Oppdal zum Einkaufszentrum Domus, wo das Schiefertroll-Denkmal steht. Wir schlendern durch das Einkaufszentrum, um uns die Zeit zu vertreiben und dann sehen wir uns noch den Vertical Playground an. Hier befindet sich eine gewaltig hohe Kletterwand im Inneren. Wir schauen den Sportlern von Klein bis groß eine Weile zu. Dann gehen wir zurück zum Wohnmobil. Mittlerweile zeigt sich doch tatsächlich mal kurz die Sonne.











































































