Norwegen 16.07. – 31.07.26
Von Rosendal nach Odda | ⛅️
16. Juli 26
- Rosendal
- Gletscherstraße zur Aussichtsplattform auf das Folgefonna-Massiv
- Odda
Heute haben unsere Beine eine Pause. Wir fahren in nördlicher Richtung nach Jondal. Unterwegs stoppen wir am eindrucksvollen Wasserfall Furebergsfossen, der entlang eines Felsens mit 20 m freien Fall herabstürzt. In Jondal biegen wir auf die Folgefonna Gletscherstraße ab. Auf 19 km geht es von 0 Höhenmeter hinauf auf 1199 Höhenmeter vom Südufer des Hardangerfjord bis an den Rand des Folgefonna Gletscher. Je weiter wir die schmale kurvenreiche Straße hinauf klettern, desto spektakulärer wird die Landschaft. Die Straße wurde in verschiedene Etappen unterteilt. Auf 849 Höhenmeter ist der Wandel der Vegetation besonders eindrucksvoll. Die Vegetation wird lichter und die Bergwelt steiler und schroffer. Auf 1004 Höhenmeter passieren wir größere Gletscherseen, in denen sich die Berge spiegeln. Den Rand des Gletschers haben wir aus 1199 Höhenmeter erreicht, wo die Straße endet. Überrascht sind wir von den vielen Leuten, die sich gerade auf eine Gletscherwanderung vorbereiten. Schnell wechseln wir unsere kurzen Hosen in die langen Hosen. Hier ist es doch recht frisch. Der drittgrößte Gletscher Norwegens besteht aus drei Plateaugletschern mit einer Gesamtfläche von rund 207 km², wovon der vor uns liegende südliche Folgefonna Gletscher allein etwa 167 km² einnimmt. Nachdem wir ausgiebig Fotos geschossen haben, fahren wir wieder talwärts in das Nationalparkdorf Jondal. Dieses Prädikat wurde dem Dorf für seine nachhaltige Entwicklung, den besonders guten Zugang zum Nationalpark, vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten und ein breites Angebot an Naturerlebnissen verliehen. Nach einer Pause geht es weiter in südliche Richtung. Wir passieren den Jondalstunnelen mit 10 km Länge und kurz darauf den Folgefonntunnelen mit 11,5 km. Nun sind es nur noch wenige Kilometer und wir kommen nach Odda an der Nationalstraße Hardanger.
Von Odda nach Kinsarvik | ⛅️
17. Juli 26
- Odda
- Wanderung in Husedalen – Fossastien
- Kinsarvik
Der Stellplatz in Odda war zwar wirklich nicht schön, doch sehr zweckmäßig. Am Morgen brummelt der Himmel und ein paar Tropfen fallen. Nachdem wir die Ver- und Entsorgung genutzt haben, und nochmal einkaufen waren, fahren wir in nördliche Richtung auf der Landschaftsroute Hardanger. Links und rechts säumen Obstplantagen die Hänge. Am Rastplatz und Aussichtspunkt Espenes, in der überwältigenden Fjordlandschaft am Sørfjord, legen wir den ersten Stopp ein. Von hier aus können wir in den nördlichen Teil des Fjordes schauen. Beeindruckend ist die 64 Meter lange und 4 Meter breite Edelstahlkonstruktion, bestehend aus 12 Dachmodulen unterschiedlicher Höhe unter der sich Toiletten und Sitzgelegenheiten befinden. Danach erreichen wir Kinarvik wo wir bis zum Wanderparkplatz im Husedalental fahren. Hier starten wir zu unserer heutigen Wanderung „Fossastien“, zu vier spektakulären Wasserfällen. Vom Parkplatz laufen wir sanft bergan auf einem Schotterweg bis zum Kraftwerk, wo sich der Tveitafossen der erste der vier Wasserfällen des Flusses Kinso befindet. Er stürzt 103 Meter in die Tiefe. Dann gilt es 500 Höhenmeter zu überwinden. Ein schmaler Pfad führt an der Rohrleitung steil nach oben. Dann folgt ein Stück Waldweg mit vielen Wurzeln und kräftigen Anstiegen über Felsplatten. Wir erreichen den zweiten Wasserfall Nyastølsfossen mit einer Fallhöhe von 115 m. Hier lichtet sich die Vegetation und ein etwas sumpfiges Gelände ist zu queren. Hier hören wir bereits das Donnern des Nykkjesøyfossen mit einer Fallhöhe von 80 bis 160 Metern. Es geht weiter bergauf nach Fjaoene zum obersten und gewaltigsten der vier Wasserfälle dem Søtefossen im Husedalental. Der Fluss Kinso stürzt hier in zwei Stufen über 246 Meter in die Tiefe. Mittlerweile haben sich alle Wolken verzogen und es ist richtig heiß. Nach einer Rast gehen wir denselben Weg zurück zum Parkplatz und fahren ein paar Kilometer in Richtung Eidford. Am alten Fähranleger parken wir mit Sicht auf die Hardangerbru für die Nacht.
Wanderung am 2026-07-17 in Husedalen 🚶♂️
Von Kinsarvik nach Osa | ⛅️
18. Juli 26
- Kinsarvik
- Voringfossen
- Eidfjord
- Osa
Wir brechen heute früh auf, um den Menschenmassen zuvorzukommen, und fahren nach Eidfjord. Hier beginnt die Landschaftsroute Hardangervidda. Mehrere Tunnel müssen wir passieren, in denen sich die Straße nach oben kringelt. Unser erstes Ziel ist einer der bekanntesten Wasserfälle des Landes, der Vøringsfossen, der 182 Meter tief von der Hardangervidda Hochebene in das Måbøtal hinunterstürzt. Wir parken in der Nähe des Fossli Hotels. Haben wir gestern noch bei 30° C geschwitzt, ziehen wir auf ca. 700 m Höhe und 13° C die Jacken an. Rund um die Schlucht wurden Wege mit Aussichtspunkten gebaut. Besonders fällt die Stufenbrücke auf, die Fossli und Fossatromma verbindet und mit 99 Stufen direkt über die Schlucht führt. Vom Parkplatz gehen wir zur obersten Aussichtsplattform und folgen dem Weg hinunter in Richtung der Treppenbrücke. Hier nehmen wir zuerst den Pfad zur alten Steinbrücke, bevor wir hinunter zur Aussichtsplattform über den Fluss kommen. Wir steigen wieder hinauf zur Treppenbrücke und kommen bald wieder zum Parkplatz. Anschließend fahren wir wieder zurück bis Eidfjord an einem Seitenarm des Hardangerfjords. Wir schauen uns den gemütlichen Ort an und laufen hinauf zur alten Steinkirche aus dem Jahr 1309. Danach setzten wir unsere Reise fort bis zur Hardangerbrücke, eine der längsten Hängebrücken der Welt mit einer Spannweite von 1.380 m. Sie verbindet die Orte Bu und Vallavik über den Eidfjord. Bei der Einfahrt passieren wir zwei weitere imposante Tunnel mit neonblauer Beleuchtung der unterirdischen Kreisverkehre. Am zweiten Kreisverkehr biegen wir auf die Osafjellet, die Route 572 nach Ulvik ab. Die Straße entlang des Fjords ist wunderschön. In Ulvik fahren wir die Serpentinen der Straße Fv 300 bergauf nach Osa ins Osafjellet und parken unterhalb der Hjadlane Galleri. Von hier aus laufen wir noch zum Røykjafoss.
Von Osa nach Granvin | 🌤
19. Juli 26
- Osa
- Wanderung in Osa – Ossete
- Skjervsfossen
- Granvin
Heute wollen wir in die wunderschöne Natur Norwegens, in das Ossete Tal. Vom Parkplatz gehen wir hinunter zum Bauernhof Haugen. Ein Pfad führt durch das üppig grüne Norddalen. Wir überqueren zwei Brücken und erreichen Osaflorane, eine grüne Ebene mit imposanten Mauern. Von einem Wanderverein wurde eine Hütte mit Informationen zum historischen Wanderweg Hallingskeidvegen, von dem der Osa-Ossete ein Teil ist, eingerichtet. Nachdem wir das Tal verlassen, beginnt der Aufstieg und bald erreichen wir die Treppe, die Sherpas aus Nepal gebaut haben. Im Herbst 2019 ereignete sich hier ein gewaltiger Erdrutsch, der den Weg versperrte. Der Wanderweg wurde verlegt und verläuft nun außerhalb des Erdrutschgebiets. Oberhalb des Hangs steigen wir wieder in den alten Weg ein. Bald ist der Aufstieg auf 500 Höhenmeter geschafft, der Weg wird flacher und wir laufen landeinwärts zum Rinderweidegebiet Ossete ein altes Weidegebiet mit mehreren Siedlungsstätten und Ruinen auf einer wunderschönen Hochebene mit kleinen Hütten und grasenden Schafen durch die der Fluss Norddøla fließt. Vom Läuten der Glocken begleitet machen wir Rast und genießen diese traumhafte Gegend. Auf demselben Weg laufen wir zum Parkplatz zurück. Anschließend fahren wir zurück nach Ulvik und biegen in nordwestliche Richtung ab. In Serpentinen fahren wir bergauf und weiter entlang von Kiefernwald durch das herrlich gelegene Espedalen bis zur E13. Jetzt müssen wir aufpassen, um die kleine Straße Skjervsvegen zum Skjervsfossen nicht zu verpassen. Zwei dicht nebeneinander herabstürzende Wasserfälle mit einer Fallhöhe von 150 m. Wir haben Glück einen Platz auf dem kleinen Parkplatz oberhalb des Wasserfalls mit einer interessanten Toilette zu bekommen. Ein Weg mit Treppen, Aussichtspunkten und Bänken ist hinunter zum Fuß des Wasserfalls angelegt, den wir natürlich noch gehen.
Wanderung am 2026-07-19 in Osa 🚶♂️
Von Granvin nach Ovriseggi | 🌤
20. Juli 26
- Granvin
- Tvindefossen
- Sendefossen
- Ovriseggi
Am Morgen fahren wir auf die Rv 13 und nach Vossevangen. Hier gehen wir einkaufen und tanken LPG. Nach Vossevangen halten wir am beeindruckenden Wasserfall Tyindefossen. Wir unternehmen hier noch einen Spaziergang zum oberen Teil des Wasserfalls, doch es lohnt nicht, außer wegen den Erd- und Blaubeeren am Wegesrand. Die Straße wird landschaftlich reizvoller und schmaler, wir sind auf dem Vikafjellsvegen, der durch Vikafjell zwischen Vossevägen und Vik führt. Nachdem wir Myrkdalen passiert haben, sehen wir die gewaltigen Berge ringsum. Schon von Weitem ist die Serpentinstraße zu sehen, wie sie den steilen Berghang hinauf klettert. Wir halten am Sendefossen für eine Pause, bevor wir die Serpentine in Angriff nehmen. Auf dem Bergplateau überwältigt uns die karge Berglandschaft. Wir fahren noch durch den Storehaug-Tunnel und parken kurz darauf mit Ausblick hinunter in die Täler zu beiden Seiten.
Von Ovriseggi nach Dragsvik | 🌥
21. Juli 2026
- Ovriseggi
- Wanderung Ovriseggi Route
- Storesvingen Viewpoint
- Hopperstad stavkyrkje
- Vangsnes – The Statue of Fridtjof
- Fähre von Vangsnes nach Dragsvik
- Dragsvik
Wir starten zu unserer heutigen Kammwanderung auf der Ovriseggi-Route vom Parkplatz auf 895 m Höhe schon kurz vor 8 Uhr, da sich das Wetter verschlechtern soll. Ein schöner Weg führt entlang des Bergrückens und wir haben vom ersten Aussichtspunkt Høgste auf 961 m einen herrlichen Blick auf Bødalen im Westen und Ovrisdalen im Osten. Im steten Auf und Ab ist der Weg deutlich sichtbar und markiert bis zum höchsten Punkt, dem Daurmålshaugen auf 935 Meter mit einem fantastischen Ausblick auf den Sognefjord und das Dorf Vik. Nun beginnt ein 3,5 km langer Abstieg. Zunächst über offenes Hochgebirgsgelände. Zum Glück ist es trocken. Bei Nässe wären wir wie auf einem Schwamm gelaufen. Wir suchen die rot-blaue Markierung wie bei einer Schnitzeljagd. Nach der Querung des offenen Geländes kommen wir auf einen steilen Waldpfad und biegen später auf einen breiten Weg ab. An einem Gatter stellen wir fest, dass wir falsch sind. Kurz zuvor haben wir einen kaum sichtbaren Abzweig verpasst. Eine Art Tierpfad, oder ist es eine ausgewaschene Rinne, führt weiterhin steil bergab bis zu unserem tiefsten Punkt auf 400 m Höhe. Ein kurzes schönes Stück durch hohen Wald, und wir haben den Storesvingen Viewpoint einen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt Vik erreicht. Jetzt müssen wir auf demselben Weg wieder zurück. Nach 4,5 h sind wir zurück am Auto und machen eine Pause. Dann fahren wir in Richtung Vik, halten jedoch zuvor an der Hopperstad-Stabkirche, eine der ältesten Stabkirchen Norwegens, mit Ursprüngen, die bis ins Jahr 1130 zurückreichen. Kurz vor der Fährüberfahrt von Vangsnes nach Dragsvik sehen wir uns noch die riesige Fritjov-Statue in Vangsnes an. Kaiser Wilhelm II ließ die Statue des Fritjof errichten, die er den Norwegern 1913 schenkte. Sie ist 10,5 m hoch und steht auf einem 12 m hohen Sockel. Die Frithjofssage ist eine altnordische Heldensage. Nach der Überfahrt nach Dragsvik parken wir direkt am Fähranleger für die Nacht.
Wanderung am 2026-07-21 Ovriseggi Route 🚶♂️
Von Dragsvik nach Langestølen | ⛅️
22. Juli 26
- Dragsvik
- Balestrand St. Olaf’s Church
- Rastplatz Utsikten
- Wanderung Fossestien – Langestølen nach Torsnesstølen
- Langestølen
Zuerst fahren wir heute nach Balestrand, wo wir Brot kaufen und Entsorgen können. Dabei sehen wir uns auch die St. Olaf’s Church von 1897 an. Sie ist ähnlich wie eine Stabkirche erbaut und als Andenken an Margaret Sophie Green Kvikne von ihrem Mann Knut Kvikne erbaut worden. In Balestrand beginnt auch die Landschaftsroute Gaularfjellet, die lange eine wichtige Verbindung zwischen Sunnfjord und Sogn war. Sie verläuft zuerst am Fjord entlang, bevor sie sich vom Vetlefjord zum höchsten Punkt des Gebirges hinauf schlängelt. Schon von Weitem sehen wir den Rastplatz Utsikten, der ca. 700 m über dem Meer über dem Abgrund schwebt. Von hier genießen wir den ersten Ausblick auf die Serpentine und die atemberaubende Landschaft in Richtung Sognefjord. Der Fossestien ist ein verstecktes Juwel entlang der Gaularfjellet mit beeindruckenden Wasserfällen. Der Wanderweg entlang der Gaula ist insgesamt 21 km lang und in verschiedene Abschnitte unterteilt, wobei er 500 Höhenmeter überwindet. Wir halten zuerst am Parkplatz Torsnesstølen, fahren jedoch zum nächsten Parkplatz den Langestølen, da wir von hier in zwei Richtungen wandern können. Und so starten wir zur Wanderung in Richtung Torsnesstølen. Vorbei an historischen Bauernhöfen, Stromschnellen, Bergseen und Wasserfällen wandern wir über Stock und Stein in stetigem Auf und Ab ca. 6 km, bevor wir umkehren und zum Wohnmobil zurückkehren. Ein sportliche Einlage.
Wanderung am 2026-07-22 von Langestølen nach Torsnesstølen 🚶♂️
Von Langestølen nach Hestad | ☁️
23. Juli 26
- Langestølen
- Wanderung Fossestien von Langestølen nach Eldal
- Hestad
Schon um 8 Uhr starten wir zu unserer Wanderung von Langestølen nach Likholefossen. Wie schon am Vortag verläuft der Weg Auf und Ab über Wurzeln und Steine. Wir müssen uns schon konzentrieren, um nicht zu stolpern. Auf dem Weg kommen wir an mehreren Seen und schönen Wasserfällen vorbei. Es ist der beliebteste Abschnitt des Fossestien, trotzdem kommt uns nur ein Paar entgegen. Wir nehmen den Abzweig zum Likholefossen, wo eine markante Brücke direkt über den eindrucksvollen Wasserfall geht. Dann kehren wir zum Wanderweg zurück. Unterwegs haben wir uns schon überlegt, noch bis an den Endpunkt nach Eldal zu wandern, da ab morgen das Wetter schlechter werden soll. Außerdem ist es egal, ob wir 8 km zurücklaufen oder noch die 7 km bis zum Ende. Ab jetzt wird der Weg uriger und anstrengender zu laufen. Er führt in eine Tiefe Schlucht bis zu einem Bergbauernhof. Dann kommt ein entspanntes kurzes Stück auf einem breiten Schotterweg, bevor es durch alte moosige Wälder immer nahe dem Fluss Gaula. Wir erreichen Oppedal und überqueren die Straße. Danach verfehlen wir den Pfad und wollen schon umkehren, als wir den Fossestien wiederfinden. Auch auf dem weiteren Stück suchen wir nochmals den richtigen Weg bis wir nach 17 km Eldal erreichen. An der Straße wollen wir jetzt zurück per Anhalter. Zuerst nimmt uns eine nette Dame aus Oppedal mit bis zum Ort. Dann müssen wir lange warten, bis ein netter Norweger endlich Erbarmen mit uns hat, und uns die letzten 10 km nach Langestølen mitnimmt. Als wir ankommen, belagern die 80 Milchziegen unseren Parkplatz und scheuern sich an den Autos. Nachdem unser Hunger gestillt ist, fahren wir auf der Gaularfjellet bis zum letzten Rastplatz Hestad. Der Ort liegt am Viksdalsvatnet. Das Gebäude hat die Form von drei in die Landschaft ragenden, kleinen Türmen. Ein erhöhter Steg führt über eine Untiefe ins Wasser, welches jedoch zurzeit weit entfernt ist. Etwas entfernt gibt es die Kapelle von Hestad.
Wanderung am 2026-07-23 von Langestølen nach Eldal 🚶♂️
Von Hestad nach Skei | 🌧
24. Juli 26
- Hestad
- Huldefossen
- Skei
Nun wollen wir uns nicht beschweren, hatten wir doch 5 Wochen das Bilderbuchwetter in Norwegen. Jetzt erleben wir das typische Wetter mit 12 °C und Sprühregen. Nachdem wir uns die Kapelle von Hestad angesehen haben, fahren wir weiter nach Førde. Die Stadt ist ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, die wir nutzen. 10 km hinter Førde halten wir am Huldefossen Waterfall. Der beeindruckende Wasserfall hat eine Fallhöhe von 90 Metern. Der Fluss Hulda, der ein Ablauf der beiden 131 Metern über dem Meer gelegenen Seen Holsavatnet und Åsvatnet ist, zählt zu den meist fotografiertesten Wasserfällen Norwegens. Wir fahren danach weiter am rechten Ufer des Jølstravatnet. Die Straße schlängelt sich entlang der Uferkante, das gegenüberliegende Ufer ist durch den Nebel nicht zu erkennen. Weitere Unternehmungen sind heute nicht möglich. So fahren wir noch weiter nach Skei.
Von Skei nach Hopland | 🌧
25. Juli 26
- Skei
- Hopland
Die geplanten Wanderungen am Jostedalsbreen können wir vergessen. Es regnet fast den ganzen Tag. Wir fahren weiter über Olden nach Stryn. Hier gehen wir Einkaufen und füllen unser LPG Flasche nochmal voll. Da es kurze Regenpausen gibt, bei denen man die Berge doch zum Teil sieht, nehmen wir für die Weiterreise in Richtung Nordfjordeid den Panoramavegen Rv 613. Sie führt am Nordufer des Fjords durch die Dörfer Blakset, Fjelli, Hennebygda und Lote. Dabei klettern wir von 0 auf 550 Höhenmeter auf der kleinen Straße. Vom Aussichtspunkt Nos haben wir einen schönen Blick auf den Nordfjord. In der Nähe von Hopland parken wir schließlich für die Nacht mit Blick auf den Fjord.
Von Hopland nach Ørsta | 🌧
26. Juli 26
- Hopland
- Fähre von Folkestad nach Volda
- Ørsta
Dicke Wolken hängen am Himmel. Wir fahren noch ein Stück auf dem Panoramavegen über Lote nach Nordfjordeid. In einer Regenpause gehen wir durch den beschaulichen Ort entlang der Eidgata mit historischen weißen Häusern. In einer Bäckerei versüßen wir uns den Tag mit einer Kardamonschnecke. Im Zentrum von Nordfjordeid befindet sich der Kongegrav i Nordfjord, der gut sichtbare Grabhügel Rundehågjen. So ruhig dieser Ort heute wirkt, mag es nicht immer sein, wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Anstelle eines Kreuzfahrthafens gibt es nur einen SeaWalk, eine 220 Meter lange mobile Pier. Ein erneuter Regenschauer treibt uns zum Auto zurück. Wir lassen alle Pläne weiter an die Küste nach Bremangerlandet und Måløy zu fahren fallen. Über die Straße 651, vorbei am Bjørkedalsvatnet fahren wir zum Fähranleger Folgestad und setzen nach Voldal über. Danach fahren wir noch ein Stück weiter in nördliche Richtung bis zum alten Fähranleger kurz hinter Ørsta.
Von Ørsta nach Vestnes | 🌧
27. Juli 26
- Ørsta
- Fähre von Festøya nach Solavågen
- Vestnes
Regen, Regen und es will keine Pause machen. Wir fahren von unserem Parkplatz zum Fähranleger Festøya und setzen über nach Solavågen. Dann nehmen wir die E39 bis Blindheim, wo wir auf die Straße 60 abbiegen. Wir gehen unterwegs einkaufen und fahren entlang des Storfjord bis Valle, wo wir wieder auf die E39 stoßen. Nun folgen wir der Straße in nördliche Richtung bis zum Fähranleger Nähe von Vestnes. Hier parken wir für die Nacht und beobachten die Elektrofähre, die wir morgen nach Molde nehmen.
Von Vestnes nach Farstad | 🌧
28. Juli 26
- Vestnes
- Fähre von Vestnes nach Molde
- Farstad
Am Morgen setzen wir mit der Fähre über nach Molde. Eine kräftige Brise lässt das Schiff ganz schön schaukeln. Da es immer noch regnet, gehen wir einkaufen. Ein mehrstöckiges Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen und sieht zu den kleinen Häusern recht skurril aus. Auf die Insel Otrøya überzusetzen lohnt wegen des Wetters nicht. So klappt es auch dieses Mal nicht mit einer der Mitsundtreppen. Dafür fahren wir weiter nach Bud, dem historischen Fischerdorf an der Altlantikstraße, die hier auch beginnt. Wir gehen durch die Festung Ergan aus dem Zweiten Weltkrieg und hinunter zum kleinen Hafen. Hier finden wir noch die idyllischen Holzhäuser, wie sie wohl im 16. und 17. Jahrhundert hier standen, als Bud der größte Handelsplatz zwischen Bergen und Trondheim war. Als nächstes halten wir am Aussichtspunkt in Kjeksa und schauen auf das offene Meer und Hustadvika, einen der berüchtigtsten Meeresabschnitte Norwegens. Eine kleine Stichfahrt bringt uns zum Aussichtspunkt Askevågen, wo am Ende eine kleine Mole eine Glasscheibe vor Wind und Wellen schützt. Die schönen Sandstrände in Farstad laden heute nicht zu einem Bad ein. Dafür lassen wir uns auf dem 2,5 km langen Kyststi zum kleinen Leuchtfeuer Nordneset den Wind um die Nase wehen und haben die Aussicht über die Schären und den Atlantik. Dann wird es Zeit einen Schlafplatz zu suchen, den wir kurz darauf bei einem Picknickplatz, geschützt vor dem Wind finden.
Von Farstad nach Kornstad | 🌦
29. Juli 26
- Farstad
- Wanderung auf den Gulltanna
- Kornstad
Nach einer herrlich ruhigen Nacht, ganz allein auf dem Parkplatz, fahren wir auf dem Atlanterhavsveien weiter bis zum Rastplatz Hågå. Auf dem kurzen Weg mit der Marmorskulptur Columna Transatlantica“ oder „Transatlantische Säule“ genießen wir die ersten Sonnenstrahlen seit Tagen. Als nächstes suchen wir das mächtige Schiffswrack und können es dieses Mal beim dritten Anlauf endlich finden. Auf der Myrbærholmbrua stehen wieder die Angler und versuchen ihr Glück. Das absolute Highlight der Atlantikstraße ist die 260 Meter lange und 23 Meter hohe Storseisundbrua, die größte und beeindruckendste der 8 Brücken auf dieser Landschaftsroute. Besonders schön ist die verdrehte Brücke vom schwebenden Aussichtsweg um die Insel Eldhusøya zu sehen. Einen letzten Blick auf den Schärengarten genießen wir am Rastplatz Geitøya, bevor wir die Atlanterhavsveien in Kårvåg verlassen. Hier können wir nochmal entsorgen, bevor wir in südliche Richtung entlang der Westküste von Averøya fahren. Die Straße wendet sich nach Osten, wo wir auf einen steilen Schotterweg mit 18 % Steigung abbiegen. Der Weg schlängelt sich hinauf bis zum Wanderparkplatz Follandskaret. Hier starten wir zur 2 km langen Gipfeltour auf den Gulltanna. Zu Beginn gehen wir durch dunklen hohen Tannenwald. Der Weg wird steiler und das abfließende Wasser kommt uns entgegen. Da stellt sich die Frage, ob der Bach der Weg ist oder der Weg ein Bach. Immer steiler klettern wir nach oben und erreichen die Baumgrenze. Dann verläuft der Weg etwas flacher und wir folgen den Steinhaufen. Auf 591 m angekommen, genießen wir die Aussicht auf die Brücken der Atlantikstraße und bis nach Kristiansund. Kaum haben wir den Gipfel verlassen, überrascht uns ein Regenschauer, der aber schon bald der Sonne Platz macht.
Wanderung am 2026-07-29 auf den Gulltanna 🚶♂️
Von Kornstad nach Liabøen | 🌥
30. Juli 26
- Kornstad
- Kristiansund
- Fähre von Kanestraum nach Halsa
- Liabøen
Gut, dass wir den gestrigen Tag für die Wanderung genutzt haben. Über Nacht hat es viel geregnet und am Morgen hängen die Wolken tief über den Bergspitzen. So fällt die Wanderung auf den Meekknoken auch dieses Jahr wieder aus. Wir umrunden Averøya und halten unterwegs an der Stabkirche Kvernes. Sie ist Norwegens einzige Stabkirche, die in der Zeit von 1631 bis 1633, nach dem Mittelalter erbaut wurde. Wir kommen auf den Fylkesvei 64 und fahren durch den 5,7 km langen Atlanterhavstunnel der 250 m unter dem Meer verläuft. Danach erreichen wir Kristiansund. Hier legen wir eine Pause ein und laufen am Mellemværftet, eine historische Schiffswerft aus dem Jahr 1856 vorbei ins Zentrum. Die Werft ist heute ein lebendiges Schiffswerftmuseum im Stadtteil Vågen. Am Pier liegt gerade ein Kreuzfahrtschiff, höher als die umliegenden mehrstöckigen Gebäude an. Hier befindet sich das Denkmal der Klippfiskkjerringa, eine Erinnerung an die vielen Arbeiterinnen in der Produktion des Exportschlagers Klippfisk. Die Produktion von Klippfisk war 300 Jahre lang, bis in die 1950er Jahre, die wichtigste Industrie von Kristiansund. Wir schlendern anschließend noch ein wenig durch die Stadt und fahren danach weiter in Richtung Trondheim auf der Europastraße 39, wobei wir mehrere Tunnel durchfahren und Brücken überqueren.
Von Liabøen nach Børsa | 🌦
31. Juli 26
- Liabøen
- Wanderung in Børsa – Gagnåskammen
- Børsa
Am Morgen verspricht die Sonne einen schönen Tag. Wir fahren auf der E 39 weiter in Richtung Trondheim. Die Landschaft ähnelt dem Voralpenland. Unterwegs kaufen wir ein und füllen unsere LPG Flasche in Orkanger. Es ist heute die erste größere Stadt. Mittlerweile ist es Mittag. Wir fahren noch ein Stück weiter nach Børsa. Hier haben wir uns eine kleine Wanderung herausgesucht. Als wir gerade loslaufen wollen, sehen wir die dunkle Wolke und schon zieht ein Gewitter mit kleinem Hagel über uns hinweg. Wir warten fast eine Stunde, in der die Temperatur von 22° C auf 17° C fällt. Als der Regen aufhört, starten wir von Lyngstua und folgen der steil abwärts führenden Schotterstraße in Richtung Rossvasslykkja. Vor einer Brücke biegen wir nach links ab. Nun geht es kurvenreich bergauf, auf einem alten Feldweg nach Gagnåsen auf 236 Höhenmeter. Wir sehen noch ein paar Mauerreste der alten Siedlung, als wir über eine Weide gehen. Es folgt erneut ein Schotterweg durch Wald und vorbei an Mooren, über den wir schon bald wieder Lyngstua erreichen. Anschließend fahren wir ins Zentrum von Børsa und parken am Verwaltungszentrum. Und schon zieht wieder ein Gewitter auf.
Wanderung am 2026-07-31 in Børsa 🚶♂️

















































































































































































































































































































