WomoReise 25/12

Spanien 23.02. – 26.02.26

Von Almeida nach Salamanca | 🌤

23. Februar 26

  • Almeida
  • Ciudad Rodrigo
  • Salamanca

Heute verlassen wir Portugal und fahren zuerst zu einer der spektakulärsten Militäranlagen in ganz Spanien, der Fuerte de la Concepción unweit von Ciudad Rodrigo, an der Grenze zu Portugal, wo sie einst als ständiger Wächter diente. Leider ist sie nur donnerstags zugänglich. So fahren wir weiter nach Ciudad Rodrigo. Die historische Altstadt liegt malerisch von Mauern umgeben auf einem Hügel über dem Fluss Río Águeda. Wir gehen vom Parkplatz durch die Puerta de Amayuelas und kommen direkt zur Catedral de Santa Maria. Auf dem Weg zum Touristenbüro laufen wir an der Capilla de Cerralbo vorbei zum Plaza Mayor. Ins Auge fällt sofort die Casa de Cueto Caraveo mit dem schönen Eckfenster unterhalb des schrägen Wappenschildes. Wir gehen durch die Rúe del Sol zur gleichnamigen Puerta. Im Weiteren schlendern wir durch die Altstadt und suchen die vielen Kirchen und Stadtpaläste auf. Von der Puerta de Santiago bietet sich ein schöner Blick auf den Fluss Águeda, die alte Brücke sowie die Berge der Peña de Francia. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Alcázar de Enrique II. de Trastamara, der heute ein Hotel beherbergt. Nachdem wir die Altstadt erkundet haben, umrunden wir den Stadtkern entlang der zwei Kilometer langen Stadtmauer mit den sechs Stadttoren. Da es erst Mittag ist, fahren wir noch etwa 90 km weiter nach Salamanca.

Von Salamanca nach Villamuriel de Cerrato | 🌤

24. Februar 26

  • Salamanca
  • Coca
  • Olmedo
  • Villamuriel de Cerrato

Coca ist eine Kleinstadt in der zentral spanischen Provinz Segovia in der autonomen Gemeinschaft Kastilien und León. Die Mudéjar-Burg Castillo de Fonseca von Coca gilt als eines der besten Beispiele für eine aus Ziegelsteinen gebaute Militärarchitektur. Sie besteht aus zwei quadratischen Anlagen, deren Ecken mit vieleckigen Türmen bewehrt sind. Einer von ihnen ist der Bergfried. Die reich verzierten Mauern sind um einen großen Renaissance-Innenhof herum angeordnet. Umgeben ist der ganze Komplex von einem tiefen Graben. Die Kapelle in der Burg wird von zwei Madonnas auf einem Thron geschmückt. Im Sala de Armas sind Wandfliesen ausgestellt. Es gibt noch eine Galerie mit Rüstungen und Waffen aus dem 16. und 17. Jh. Vom Bergfried haben wir eine schöne Aussicht auf den Torre de San Nicolás, die Iglesia de Santa María Mayor und die romanischen Mauern mit der Puerta de Vila.
Nur wenige Kilometer weiter machen wir einen kurzen Halt in Olmedo, um uns die Stadtmauer mit den unzähligen rechteckigen Wehrtürmen anzusehen. Hervorzuheben ist die Arco de San Miguel mit der Iglesia de San Miguel im schönen Mudéjar-Stil. Um morgen keine so große Strecke fahren zu müssen, fahren wir noch ca. 1 h vorbei an Valladolid bis kurz vor Placencia und nehmen den Stellplatz in Villamuriel de Cerrato.

Von Villamuriel de Cerrato nach Logroño | 🌤

25. Februar 26

  • Villamuriel de Cerrato
  • Logroño

Wir fahren weiter über Burgos und dann auf der N120, die dem Camino de Santiago folgt. Die Hauptstadt der Rioja, Logroño, liegt am Fluss Ebro. Wir suchen uns zuerst einen stadtnahen Parkplatz, von dem aus wir durch einen Park am Ebro entlang in die Stadt laufen. Dabei kommen wir an der Ponte de Piedra vorbei. Vom Touristenbüro aus kommen wir an der Festung Cubo del Revellín mit dem einzigen noch erhaltenen Stadttor, die Puerta del Revellín, vorbei und gehen weiter zur Concathedral Santa María de Redonda. Auffällig ist die Westfassade, leider ist sie mal wieder geschlossen. Eine der schönsten mittelalterlichen Gassen ist die Calle Ruavieja, die zur Plaza de Santiago führt. Dabei kommen wir an der Iglesia de Santiago el Real entlang. Über dem Portal kämpft der Heilige Santiago gegen die Mauren, deren erschlagene Köpfe zu seinen Füßen liegen. Wir spazieren entlang der schönen Gassen der Altstadt durch die Calle Portales, mit vielen Arkaden bis zur Plaza del Mercado. Die älteste Kirche in Logroño ist die Iglesia de San Bartolomé mit einem gotischen Portal. Zum Schluss gehen wir noch zum Paseo de El Espolón mit dem Monumento al General Espertero. Er war mehrmals Regierungschef und anstelle der nicht volljährigen Königin Isabella II. Regent des Landes von 1841 bis 1843.

Von Logroño nach Pamplona | 🌤

26. Februar 26

  • Logroño
  • Pamplona

Nach ca. 90 km kommen wir in die Hauptstadt von Navarra, in die schöne Stadt Pamplona. Wir parken etwas außerhalb in Berriozar und fahren mit dem Bus Linie 17 ins Stadtzentrum. Auf dem Weg zum Touristenbüro kommen wir an der Plaza Consistorial vorbei, wo sich das Ayuntamiento befindet. Es wird geschmückt von mehreren Skulpturen, die jeweils die Vernunft, die Gerechtigkeit, den Ruhm und die Stärke darstellen. Ein Stück weiter ist der lebendige Hauptplatz Plaza del Castillo. Cafés und Bars säumen den Platz, darunter das Café Iruña, in dem Ernest Hemingway ein und aus zugehen pflegte. Mit dem Begriff „Encierro“ wird der Prozess beschrieben, bei dem Stiere auf circa 850 Metern durch die engen Straßen von Pamplona getrieben werden. Dieser mittlerweile sehr umstrittenen Tradition ist das Monumento al Encierro gewidmet. Hier befindet sich auch die Plaza de Toros. Wir laufen ein Stück auf dem Paseo de Ronda entlang der Stadtmauern bis zum Portal de Francia, durch das seit Jahrhunderten Pilger in die Stadt kommen. In diesem Stadtteil befindet sich auch die Catedral de Santa María la Real deren Fassade mit den beiden Türmen aus dem 18. Jahrhundert stammt. Wir bummeln durch die schönen Altstadtstraßen deren Häusern schmiedeeiserne Balkone zieren, die typisch für baskische Städte sind. Wir erreichen den Mercado de Santo Domingo und die älteste Kirche der Stadt, der Iglesia de San Saturnino. Pamplona hat noch viel mehr zu bieten, doch dann sind wir pflastermüde und fahren zurück zum Wohnmobil.

Frankreich 27.02. – 02.03.26

Von Pamplona nach Oloron-Sainte-Marie | 🌤

27. Februar 26

  • Pamplona
  • Canfranc-Estación
  • Oloron-Sainte-Marie

Bevor wir heute Spanien verlassen, gehen wir nochmal einkaufen und machen unseren Tank voll. Dann fahren wir über Jaca durch das Val de Aragon bis zum internationalen Bahnhof Canfranc. Es ist ein imposantes Gebäude, das verschiedene architektonische Einflüsse vereint und als repräsentatives Aushängeschild Spaniens für ausländische Besucher konzipiert wurde. Heute beherbergt das Canfranc Estación A Royal Hideaway Hotel. Der Bau des Bahnhofs Canfranc war Teil eines Projekts zur Schaffung eines Grenzübergangs durch die Pyrenäen, der Spanien und Frankreich verbinden sollte. Der Bau begann 1915 nach dem Ersten Weltkrieg und wurde 1925 abgeschlossen. Er erlebte in den 1930er Jahren seine Blütezeit und wurde zwischen 1945 und 1949 aufgrund politischer Differenzen mit der französischen Regierung geschlossen. Im länglichen Passagiergebäude befand sich die Lobby mit den Fahrkartenschaltern. Seit 2002 ist das Bahnhofsgebäude als Kulturerbestätte ausgewiesen. Nach dieser kleinen Pause fahren wir weiter zum Pass Puerto de Somport, wo wir die Grenze nach Frankreich überqueren. Es ist eine imposante Strecke, die keine Minute Langeweile aufkommen lässt. Die schneebedeckten Pyrenäen tragen ihren Teil dazu bei. Für die Übernachtung haben wir einen Stellplatz in Oloron-Sainte-Marie ausgewählt. Oloron-Sainte-Marie ist die Hauptstadt des Haut-Béarn und Welterbe am Jakobsweg. Für eine sicher lohnenswerte längere Besichtigung ist es etwas spät. Wir holen uns nur Infos in der Touristeninformation und schauen uns die Cathedrale von Oloron-Sainte-Marie an. Ihr Portal ist eines der wenigen erhaltenen romanischen Portale in Südwestfrankreich. Es zeigt die Majestas Domini, Christi als Herrscher der Welt. Ihn umgeben die vier Evangelisten und die 24 Ältesten der Apokalypse, d. h. die 12 Apostel des Neuen Testaments und die 12 Patriarchen des Alten Testaments, die zusammen die gesamte Menschheit repräsentieren. Es wirkt wie eine Bibel in Stein, die mit ihren Skulpturen den Analphabeten des Mittelalters die wichtigsten Ereignisse der Bibel nahebringen wollte.

Von Oloron-Sainte-Marie nach Tanus | 🌧

28. Februar 26

  • Oloron-Sainte-Marie
  • Lourdes
  • Tanus

Hat uns gestern die Sonne verwöhnt, so regnet es heute wieder. Immer entlang der Pyrenäen zu unserer rechten Seite fahren wir nach Lourdes, einer kleinen Stadt am Nordrand der Hochpyrenäen. Im Jahr 1858 erlebte Bernadette Soubirous in der Grotte von Massabielle zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli insgesamt 18 Erscheinungen. Wenig später deutete die katholische Kirche jene Visionen als Marienerscheinungen und so wurde Lourdes zu einer spirituellen Hochburg. Jährlich kommen mehr als 3,5 Millionen Besucher aus aller Welt in die Wallfahrtskirche Notre-Dame de Lourdes mit der Grotte von Massabielle. Auf einer Fläche von 52 Hektar gibt es im Heiligtum zahlreiche Kultstätten zu entdecken, darunter drei Basiliken: Die älteste ist die Basilika der Unbefleckten Empfängnis mit Mosaikfenstern, die das Leben Marias symbolisieren, die Basilika Notre-Dame du Rosaire mit venezianischen Mosaikornamenten auf 2000 m² Fläche und die unterirdische Basilika Saint Pie X. Anschließend begeben sich die Gläubigen auf einen der beiden Kreuzwege, die von Statuen aus Gusseisen oder Marmor eingerahmt sind, bevor sie die Schwimmbäder des Heiligtums durchqueren, wo sie in 12 °C warmes Wasser aus der nahegelegenen Quelle, der Grotte der Erscheinung, eintauchen können. Hoch über der Stadt auf einem Felsvorsprung befindet sich die seit über zehn Jahrhunderten uneinnehmbare Festung mit dem Pyrenäen-Museum. Auf dem Weg zum Heiligtum kommen wir auch an der Markthalle mit ihrer typischen Metallarchitektur des 19. Jahrhunderts und am Rathaus vorbei. Dann wird es Zeit weiterzufahren, denn wir haben noch ca. 280 km vor uns, und in Frankreich kommt man nicht so schnell voran. Ziel ist ein Stellplatz in Tanus.

Temperatur

vom 01.02. – 28.02.26

Bildergalerie – Februar

Von Tanus nach Lapalisse | 🌤

01. März 26

  • Tanus
  • Lapalisse

Tanus liegt im Herzen von Segala Tarn, am Rande der Schlucht „Die Viaur“. Das Viaur-Viadukt ist eine in den Jahren 1892 bis 1902 erbaute Eisenbahnstrecke der Linie Castelnaudary – Rodez, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurde und heute als historisches Denkmal geführt wird. Das stählerne Viadukt überspannt in 116 m und auf einer Länge von 460 m die Schlucht. Wir fahren zum Aussichtspunkt am Fuß des Viaduktes, doch können wir es im Nebel nur erahnen. So setzten wir unsere Fahrt fort und sind nach ca. 380 km in Lapalisse. Unterwegs fahren wir von der A75 ab, um zum Garabit-Viadukt, welches im Jahr 1884 von der Baugesellschaft Gustave Eiffels fertiggestellt wurde, zu gelangen. Wir haben es schon von oben bestaunen können, doch dieses Mal stehen wir an dessen Fuß.

Von Lapalisse nach Langres | 🌤

02. März 26

  • Lapalisse
  • Langres

Heute legen wir eine weitere Etappe unserer Rückreise zurück. Nach 264 km sind wir in Langres und parken direkt unterhalb der Stadtmauer. Mit dem Aufzug geht es hinauf in die Altstadt. Wir laufen auf dem vorgeschlagenen Rundgang durch die Stadt und kommen zuerst zum Platz Diderot, auf dem eine Bronzebüste des berühmten Philosophen Denis Diderot steht. Durch die alten Gassen, die gesäumt sind von eleganten herrschaftlichen Stadthäusern, erreichen wir die Kathedrale Saint-Mammès. Der Weg verläuft nun entlang der gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren sieben Toren und zwölf Türmen und hat eine Länge von über 3,5 km. Imposant ist der mächtige Turm von Navarre mit einem Durchmesser von 28 m und einer Höhe von 20 m, dessen Mauern bis zu 7 m dick sind. Infotafeln geben Erklärungen und wir haben immer wieder schöne Blicke auf den See von Liez und die Vogesen. Für die Nacht fahren wir 4 km weiter direkt zum Kanal Entre Champagne et Bourgogne.

03.03. – 05.03.26 Deutschland

Von Langres nach Homburg | 🌤

03. März 26

  • Langres
  • Homburg

Heute ist ein langer Fahrtag bis nach Homburg in Deutschland, ca. 280 km. Zwischendurch tanken wir noch zum günstigeren französischen Preis Diesel und AdBlue. Der Stellplatz in Homburg liegt leider etwas außerhalb, sodass wir uns die Altstadt nicht mehr ansehen können.

Von Homburg nach Hastrungsfeld | 🌤

04. März 26

  • Homburg
  • Hastrungsfeld

Die letzte lange Etappe unserer Rückreise ist bis Hastrungsfeld und ca. 360 km. Wir kommen ganz gut durch, lediglich ein kurzer Stau ist heute auf der Autobahn. Da das Wetter so schön ist, machen wir noch einen kleinen Spaziergang hinauf auf den Großen Hörselberg, wo sich das Berggasthaus Großer Hörselberg befindet. Auf dem Rückweg kommen wir an der Venushöhle vorbei. Ein schöner Ausklang.

Wanderung am 2026-03-04 in Hastrungsfeld 🚶‍♂️

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Von Hastrungsfeld nach Weimar | 🌤

05. März 26

  • Hastrungsfeld
  • Weimar

vom 10.12.25 bis 05.03.26 – ca. 7936 km – 86 Tage

Bildergalerie – März