WomoReise 25/12

Portugal 01.02. – 15.02.26

Von Lagos nach Sagres | ☁️

01. Februar 26

  • Lagos
  • Wanderung Passadiços da Ponta da Piedade
  • Forte de Almádena
  • Menir de Aspradantes – abgebrochen
  • Fortaleza de Sagres
  • Sagres

Nur einen Steinwurf von Lagos entfernt ist die Ponta da Piedade, eine der schönsten Küstenlandschaften der Algarve mit atemberaubenden, von den Elementen geformten Klippen. Wir gehen die Holzstege bis zum Leuchtturm von Ponta da Piedade und weiter bis zur Praia do Canavial, von wo wir umkehren. Der steile Abstieg zu den Naturpools von Ponta da Piedade ist leider zurzeit gesperrt.
Nach dieser herrlichen Wanderung fahren wir weiter zu den Ruinen des Forte de Almádena, um einen Blick auf die steilen Klippen zu werfen.
Danach suchen wir den Menhir von Padrão. Es gibt nirgends ein Hinweisschild und der Weg ist äußerst schlammig.
So brechen wir ab und fahren nach Sagres um die westlichste Festung Portugals und Kontinentaleuropa anzusehen. Die Festung Fortaleza de Sagres liegt auf der 1.000 Meter langen und 300 Meter breiten Landzunge Ponta de Sagres. Auf hohen Klippen gelegen, umgeben vom Meer und von einer hohen Mauer zum Land hin, ist sie perfekt abgesichert. Wir spazieren über das riesige Festungsgelände und gehen zu einer Art Labyrinth. Mit lautem Getöse donnert die Gewalt des Wassers unter uns. Es ist beeindrucken. Innerhalb der Festungsmauern steht noch die kleine Kirche Ingreja de Nossa Senhora da Graça. Sie wurde im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten der Kirche von Heinrich dem Seefahrer erbaut, der Kirche Santa Maria. Unser Blick schweift in Richtung Westen über die Bucht Baia de Beliche bis zum Leuchtturm am Kap Cabo de São Vicent.

Wanderung am 2026-02-01 in Lagos 🚶‍♂️

Von Sagres nach Bordeira | 🌦

02. Februar 26

  • Sagres
  • Cabo de São Vicente
  • Wanderung Pontal da Carrapateira
  • Bordeira

Nach einer sehr stürmischen Nacht kommt heute Morgen die Sonne hervor. Wir fahren zu einem weiteren Höhepunkt, den westlichsten Punkt der Algarve und des europäischen Festlandes, dem Cabo de São Vicente. Der Wind peitscht die Gischt die Klippen hinauf und unser Wohnmobil ist förmlich eingesalzen. Das Kap befindet sich auf einem Felsplateau, das auf einer Höhe von bis zu 150 Metern abrupt abbricht. Der Leuchtturm, das Wahrzeichen des Cabo de São Vicente, ist der 1846 errichtete 60 Meter hohe, Farol do Cabo de São Vicente. Sein 3.000 Watt starker Lichtstrahl reicht bis zu 90 Kilometer auf das offene Meer hinaus. Die Festungsanlage stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde ursprünglich von Franziskaner-Mönchen als Kloster erbaut und ist leider geschlossen. Wir fahren wieder zurück und weiter nach Vila do Bispo und halten kurz an der Fortaleza de Beliche. In Vila do Bispo kaufen wir ein und machen unsere Scheiben sauber. Dann wird es Zeit weiter nach Carrapateira zu fahren. Wir starten zu unserer Wanderung Pontal da Carrapateira noch bei herrlichem Sonnenschein. Vom Dorf gelangen wir durch die Dünen der Praia da Bordeira zum Fluss und entlang der Klippen erreichen wir die Holzstege mit mehreren Aussichtspunkten. Ein atemberaubender Anblick jagt den nächsten. Das Meer tobt und die heranrollenden Wellen brechen sich mit Getöse an den Klippen. Vom Meer her ziehen dunkle Wolken heran und es dauert nicht lange und ein Gewitter zieht auf. Es gießt aus Eimern. Zum Glück hält eine nette Deutsche, die in Portugal lebt an, und nimmt uns nach Carrapateira mit. Kaum angekommen scheint wieder die Sonne, doch wir fahren weiter nach Bordeira einem hübschen kleinen Dorf, in dem wir über Nacht stehen dürfen. Wir unternehmen noch einen Spaziergang zum Aussichtspunkt und durch die kleinen Gassen. Dann schüttet es schon wieder, doch die Autowäsche ist damit erledigt.

Wanderung am 2026-02-02 in Carrapateira 🚶‍♂️

Von Bordeira nach Odemira | 🌨

03. Februar 26

  • Bordeira
  • Aljezur
  • Odemira

Gestern Abend zog noch ein heftiges Gewitter mit viel Regen über die Region. Unser erstes Ziel soll heute Aljezur sein. Es ist nur ca. 10 km von Bordeira entfernt, doch die Straße ist wegen eines Erdrutsches gesperrt. Wir müssen zurück bis Vila do Bispo und dann über eine kleine Straße bis ins alte maurische Dorf Aljezur. Noch ein Regenschauer, dann können wir durch die weiß getünchten Häuser und engen Gassen zur legendären Burg (eine der sieben Burgen auf der portugiesischen Flagge) hinaufsteigen. Die im 10. Jahrhundert gegründete Burg wurde 1755 vom Erdbeben zerstört und es sind nur noch Reste erhalten. Von oben haben wir einen herrlichen Panoramablick auf die überschwemmte Ebene von Aljezur und die Sierra de Monchique.
Anschließend fahren wir weiter nach Odemira. Eigentlich wollten wir hier auch eine kleine Wanderung unternehmen, doch bei Regen ist die Anfahrt zum Wanderparkplatz unmöglich. So schlendern wir vom Stellplatz entlang des Flusses Mira und überqueren die Fußgängerbrücke. Treppen führen hinauf zu den Resten der Burg, wo die Bibliothek steht. Vom Mirador genießen wir den Blick über die Altstadt und zum Monumento ao Cante Alentejano. Dann suchen wir die Moinho de Vento de Odemira oberhalb der Stadt. Durch die Gassen gehen wir in die Altstadt zurück zur Kirche Igrejas de Santa Maria, zum Rathaus und zum Wohnmobil.
PS: Nach dem Sturmtief Kristin folgt nun das Sturmtief Leonardo 💨 🌨 🌊 😩

Von Odemira nach Sines | 🌨

04. Februar 26

  • Odemira
  • Sines

Die ganze Nacht hat es geschüttet. Wir stehen in Odemira oberhalb des Flusses Mira und beobachten gespannt wie der Fluss immer mehr ansteigt. Eigentlich wollten wir heute zuerst nach Porto Covo und vielleicht eine kleine Küstenwanderung unternehmen. Doch es sind weiterhin schwere Unwetter an der Küste durch Sturm Leonardo angesagt. So fahren wir weiter nach Sines und erledigen unterwegs noch in einem kleinen Dorf die Entsorgung. In Sines angekommen, suchen wir einen zentrumsnahen Parkplatz und verheddern uns in den engen Gassen. Da es immer noch stark regnet und stürmt, entscheiden wir uns, den heutigen Tag auf dem Stellplatz beim Intermarché auszusitzen und erst morgen Sines zu besichtigen.

Von Sines nach Santiago do Cacém | 🌥

05. Februar 26

  • Sines
  • Sines – Stadtrundgang
  • Santiago do Cacém

Sines ist die größte Stadt an der Alentejo-Küste und die Geburtsstadt des Seefahrers Vasco da Gama. Im historischen Zentrum rund um den Largo do Muro da Praia, den Largo Poeta Bocage und den Largo do Castelo befinden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wir gehen zum Castelo mit dem Haus von Vasco da Gama, dem Palast der Militärgouverneure, den alten Stallungen, der alten Kaserne und dem Garnisonshaus. Das Castel ist eng mit dem berühmten Seefahrer Vasco da Gama verbunden, der hier geboren wurde. Sein Vater war Kommandant der Festung, von den Festungsmauern haben wir einen der schönen Blicke auf den Vasco da Gama Strand und die berühmten Escadinhas do Muro da Praia (Treppen zum Strand) sowie den Fischereihafen von Sines. Unmittelbar neben den Burgmauern und der Igreja Matriz blickt die Statue von Vasco da Gama aufs Meer. Dann schlendern wir vom Penedos da Índia durch die Einkaufsstraßen Rua Teófilo Braga und Rua Cândido Reis und schauen dabei in den alten Weinkeller Adega de Sines. Wir gönnen uns eine Kaffeepause im Vela D`Ouro mit einer leckeren Süßigkeit. Bei herrlich blauem Himmel und Sonnenschein fahren wir weiter nach Santiago do Cacém.

Von Santiago do Cacém nach Ferreira do Alentejo | 🌦

06. Februar 26

  • Santiago do Cacém
  • Santiago do Cacém – Stadtrundgang
  • Ferreira do Alentejo

Die südportugiesische Kleinstadt Santiago do Cacém blickt auf eine lange Geschichte zurück. Da sie an der Römerstraße zwischen Lissabon und der Algarve lag, gewann sie schon damals an Bedeutung. Wir sehen uns heute zuerst die römischen Ruinen von Miróbriga an, die bedeutendste archäologische Entdeckung der Region. Zu den Überresten gehören unter anderem ein Forum, Tempel, eine römische Straße mit Läden, Thermen und eine römische Brücke sowie die Capela de São Brás. Dann gehen wir zur städtischen Moinho Municipal da von Quintinha, einem Museum, wo uns ein Herr den traditionellen Prozess des Getreidemahlens zeigt. Von der Capela de São Sebastião haben wir einen herrlichen Blick über die Stadt und die Burg. Nun gehen wir hinunter in die Stadt zur Markthalle und suchen den Chafariz de Nossa Senhora do Monte, den alten Brunnen und das Waschhaus der Stadt mit seinem blau-weißen Kachelmuster auf. Santiago do Cacém schmiegt sich an einen Berg, auf dessen Kuppe sich ein Castelo befindet. Die Burg muslimischen Ursprungs, die nach mehrmaligen Eroberungen den Santiagoorden übergeben wurde, ist heute der Friedhof der Stadt. Die Mauern mit Zinnen aus dem 13. Jahrhundert mit ihren neun Türmen lassen die Schlachten der Ritter erahnen. In die Burg integriert ist die Igreja Matiz mit dem berühmten gotischen Hochrelief, Santiago im Kampf gegen die Mauren, aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Wir spazieren entlang des Passeio das Romeirinhas und gehen dann in die Altstadt mit ihren ehemals prächtigen Palästen und dem alten jüdischen Viertel. Auf der Praça Conde do Bracial mit dem alten Rathaus befinden sich der Pranger und der Komplex aus Kirche des Heiligen Geistes, altem Krankenhaus und Uhrturm sowie die Igreja e Arcos da Misericórdia. Das Sociedade Harmonia zählt zu den ältesten Freizeit-, Kultur- und Bildungsvereinen Portugals.
Nach dieser ausgiebigen Besichtigung fahren wir weiter nach Ferreira do Alentejo an der legendären Nationalstraße 2.

Von Ferreira do Alentejo nach Alvito | 🌦

07. Februar 26

  • Ferreira do Alentejo
  • Ferreira do Alentejo – Stadtrundgang
  • Alvito – Stadtrundgang
  • Alvito

Am Morgen warten wir das Sturmtief Marta ab. Als der Regen endlich nachlässt, gehen wir in das Dorf Ferreira do Alentejo, dessen bekanntestes Denkmal die zylindrische Capela do Calvãrio ist. Der Ort befindet sich bei km 595 auf der N2 und wir holen uns im Touristenbüro einen Pass für diese legendäre Straße. Wir gehen durch die Gassen zur Praça Comendador Infante Passanha, wo sich die Igreja Matriz befindet. Am Rand der Stadt suchen wir die Fonte das Bicas mit der Capela de São Sebastião auf. Wieder im Zentrum schauen wir uns die Estátua A Ferreira, die anlässlich des 50. Jahrestages des 25. April errichtet wurde. Dann besuchen wir noch die Igreja da Nossa Senhora da Conceição, bevor wir wieder auf der Nationalstraße 2 weiter fahren und einen Abstecher nach Alvito machen.
Dabei kommen wir am übervollen Stausee Odevelas vorbei, wo Störche die Strommasten zu Hochhäusern beschlagnahmt haben. Im beschaulichen Dorf Alvito gehen wir zum Castelo, das eine Pousada beherbergt und schauen uns die Ermida São Sebastião, die Igreja S. António den Torre do Relógio sowie die mächtige Igreja Matriz an. Dabei fallen uns an den weiß gestrichenen Häusern im unverkennbaren Alentejo-Charakter die Torbögen im manuelinischen Stil auf.

Von Alvito nach Viana do Alentejo | 🌦

08. Februar 26

  • Alvito
  • Torrão – Stadtrundgang
  • Viana do Alentejo

Endlich wieder Sonne und auch im Laufe des Tages gibt es nur kleine Regenschauer. Wir kehren zur Nationalstraße 2 zurück und fahren nach Torrão. Es ist ein kleiner verschlafener Ort, wo wir mit Blick auf den Albufeira de Vale do Gaio parken und uns den Ort ansehen. Zuerst kommen wir zum Palácio dos Viscondes, der heute ein Altenpflegeheim ist. Am Praça da República befinden sich das Rathaus und der Palácio os Barabhonas. Wir schlendern entlang der kleinen weißen Häuser vorbei an verschiedenen Palästen zur Igreja de Nossa Senhora da Assunção und zur Igreja da Misericórdia ou de Nossa Senhora da Albergaria. Vom Convento e Igreja de São Francisco kehren wir zurück zum Wohnmobil und fahren weiter nach Viana do Alentejo.
Hier gibt es ein imposantes Schloss von Viana do Alentejo, in das die Antiga Igreja da Misericórdia und die Igreja Matriz eingebaut sind. Sie ist eine der interessantesten Manuelinischen Kirchen Portugals. Am Portal sehen wir die königlichen Grundmotive: das Christusritterkreuz, das Wappenschild und die Armillarsphären (Ringkugeln).

Von Viana do Alentejo nach Alcáçovas | 🌧

09. Februar 26

  • Viana do Alentejo
  • Alcáçovas

Die ganze Nacht hat es geregnet. Am Morgen fahren wir noch zur Capela do Cruzeiro oder auch Ermida do Senhor Jesus do Cruzeiro und zur Wallfahrtskirche Santuário de Nossa Senhora d’Aires. In dieser gewaltigen Wallfahrtskirche wird ein Bildnis der früheren Schutzheiligen Nossa Senhora da Piedade verehrt. Leider ist sie heute zum Montag geschlossen.
Dann kehren wir zur N2 zurück und fahren nach Alcáçovas. Der Regen hat ein wenig nachgelassen und so gehen wir zum historischen Paço dos Henriques, auch „Horto do Paço das Alcáçovas“ genannt, der im 14. Jahrhundert als königliche Residenz diente und in dem am 4. September 1479 der Vertrag von Alcáçovas unterzeichnet wurde, der den Kastilischen Erbfolgekrieg beendete. Nun ist es Montag und alle Sehenswürdigkeiten sind geschlossen. Da der Regen wieder stärker wird, beschließen wir, zum Wohnmobil zurückzukehren und die Besichtigung auf morgen zu verschieben. Am Nachmittag gehen wir noch ins Glockenmuseum und dürfen uns in der kleinen Manufaktur umsehen. Das charakteristische Geläut nutzte den Hirten während ihrer monatelangen Wanderschaft durch die unbesiedelten Gegenden des Alentejo, um ihre Herden zusammenzuhalten und verirrte Tiere im Gelände leichter wiederzufinden.

Von Alcáçovas nach Évora | 🌧

10. Februar 26

  • Alcáçovas
  • Évora

Es regnet die ganze Nacht und den ganzen Tag. Feiner Nieselregen gepaart mit Wind, sodass alles durchweicht. Wir warten ab. Keine Besserung. Dann machen wir den zweiten Versuch zur Besichtigung von Alcáçovas. Wir gehen wieder zum Paço dos Henriques auch „Horto do Paço das Alcáçovas“ oder „Paço Real da Vila“ genannt. Vom ursprünglichen Palast ist nichts mehr übrig geblieben. Gegenüber befinden sich die Capela das conchas auch Ingreja oder Capela de Nossa Senhora da Conceição genannt. Sie war ursprünglich dem Hl. Hieronymus geweiht und den königlichen Gärten angegliedert. Leider ist alles geschlossen, sodass wir nur einen Blick von gegenüber auf die orientalisch beeinflussten Verzierungen aus Muscheln, Kieselsteinen, Kalkstein und Keramik erhaschen können. Dann gehen wir noch zur Igreja Matriz do São Salvador aus dem 16. Jahrhundert. Mittlerweile sind wir durchgeweicht und haben keine Lust mehr weiter durch die Gassen zu gehen. Wir fahren weiter bis kurz vor Santiago do Escoural und biegen auf eine kleine Straße ab, die zur Anta von São Brissos, einem der einzigartigsten Megalithdenkmäler Portugals. Nach der Christianisierung wurde der Megalithbau in eine besondere Kapelle umgewandelt. In traditionellem Blau und Weiß gestrichen, hebt sie sich von der grünen Landschaft ab. Nur bei genauerem Hinsehen erkennt man die riesigen Steinplatten. Leider können wir nicht hineinsehen. Wir fahren vorsichtig weiter auf der schmalen, einspurigen Straße um nicht unverhofft in ein ausgespültes Loch zu kommen. In Guadalupe war eigentlich geplant den Cromlech dos Almendres, der aus 95 Steinmonolithen besteht, und den Menir dos Almendres aus der Jungsteinzeit zu besichtigen. Vom Parkplatz wäre das ein Weg von ca. 4 km. Doch bei dem Wetter blasen wir dies ab und fahren weiter nach Évora.

Von Évora nach Montemor-o-Novo | 🌧

11. Februar 26

  • Évora
  • Montemor-o-Novo

Und wieder hat es die ganze Nacht geregnet. Da sich der Nieselregen nicht legt und wir 2025 in Évora waren, unternehmen wir keine Stadtbesichtigung, sondern erledigen den Einkauf. Danach tanken wir Diesel und füllen unsere LPG-Flasche auf. Dann fahren wir weiter nach Montemor-o-Novo. Am Nachmittag gehen wir zur Touristeninformation und holen uns die notwendigen Informationen für morgen.

Von Montemor-o-Novo nach Brotas | 🌥

12. Februar 26

  • Montemor-o-Novo
  • Montemor-o-Novo – Stadtrundgang
  • Ciborro
  • Brotas

Am Morgen steigen wir hinauf zu den beeindruckenden Ruinen der Burg Montemor, wo die Legende nach Vasco da Gama seine Seereise nach Indien vollendete. Durch die Porta da Villa mit dem Torre do Relógio betreten wir das Burggelände. Am Wachhaus bewundern wir das manuelinische Wappen. Weitere Sehenswürdigkeiten der Burg sind das Convento da Saudação, die Igreja de São Tiago und die Porta da Má Hora mit dem Torre da Má Hora (Uhrturm). Auf dem weitläufigen Gelände sehen wir den Paços do Concelho sowie die Igreja de São João Baptista und den Paço dos Alcaides (Palast der Bürgermeister oder Königspalast). Am anderen Ende befinden sich die Ruinen der Igreja de Sta. Maria do Bispo und er Torre mit der Porta do Anjo. Dann gehen wir hinunter in die Altstadt zur Igreja Matriz und zur Igreja da Misericórdia, die ein herrliches manuelinisches Portal hat. Am Rathaus vorbei erreichen wir die Ermida de São Lázero und kommen zur Praça da República mit dem Jardim Público. Im Jahre 1593 als kleine Kapelle gebaut, wurde die Igreja do Calvário später zur Kirche erweitert. Neben ihr stehen die Ermida de São Sebastião und das schöne Gebäude des Theaters. Etwas außerhalb von Montemor befindet sich die Ermida de Nossa Senhora da Visitação, eine in 1516 erbaute Wallfahrtskirche. Für den Aufstieg werden wir damit überrascht, dass die Kirche offen ist. Bevor wir zum Wohnmobil zurückkehren, gehen wir noch an der Paça de Touros vorbei. Anschließend fahren wir weiter auf der Nationalstraße 2 und statten dem Dorf Ciborro einen Besuch ab. Hier befindet sich der symbolische Kilometerstein 500 der Nationalstraße 2. Eines der authentischsten und bekanntesten Dörfer im Alentejo ist der Ort Brotas. Die Igreja de Nossa Senhora de Brotas, die Schutzpatronin der Tiere, ist seit über 500 Jahren ein Wallfahrtsort, und die Existenz des Dorfes ist untrennbar mit dieser Marienverehrung verbunden. Die Calçada das Águias ist ein Kopfsteinpflasterweg, ein unverkennbares Merkmal vergangener Zeiten. Er verbindet seit jeher den unteren und den oberen Teil des Dorfes. Die Calçada das Águias führte vom Dorf zum imposanten Torre das Águias. Mal sehen, ob der Weg dorthin morgen möglich ist.

Von Brotas nach Montargil | 🌦

13. Februar 26

  • Brotas
  • Mora
  • Pavia
  • Montargil

Und wieder hat es die ganze Nacht geregnet und gestürmt. Zaghaft zeigt sich am Morgen die Sonne, sodass wir es wagen zu den Ruinen des Torre das Águia (Adlerturm) zu wandern. Der Weg ist sandig und wir ihn gut begehen können. Wir durchschreiten ein Tor und müssen einmal über einen kleinen Bach des abfließenden Wassers springen. Dann kommt er in Sicht, eines der bedeutendsten Beispiele manuelinischer Türme in der Alentejo-Region aus dem 16. Jahrhundert. Er diente Adligen als Rastplatz während der in dieser Region des Alentejo häufig großangelegten Jagdzüge. Daneben befinden sich die Ruinen der Capela do São Sebastião Brotas.
Dann kehren wir schnellen Schrittes um, da sich dunkle Wolken nähern und fahren weiter nach Mora. Angekommen fängt es an zu schütten. Auf der Touristeninformation, die im Rathaus mit dem Torre do Relógio untergebracht ist, lassen wir uns einen weiteren Stempel für die N 2 geben. Wir schauen uns die Igreja Matriz und die Igreja da Misericórdia, in der sich eine der ältesten Glocken der Region Alentejo aus dem 14. Jahrhundert befindet, von außen an, und fahren weiter nach Pavia.
In der Region verberge sich uralte Megalithdenkmäler wie der Cromeleque das Fontainhas. Er entstand vermutlich zwischen dem Beginn des 4. und der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. und gehört zum sogenannten Évora-Megalithkomplex. Die Hauptattraktion von Pavia ist die einzigartige Anta-Kapelle São Dinis, ein Beispiel eines Dolmens mitten in einem Dorf, dass zwischen dem 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. errichtet und im Mittelalter zu einer katholischen Kirche umgebaut wurde. Daneben existieren die Igreja Matriz de São Paulo, die Igreja da Misericórdia de Pavia, das Edifício dos Paços do Concelho (Rathaus) mit dem Torre do Relógio, die Igreja de Santo António de Pavia und zum Schluss gehen wir noch zum Miradouro de Pavia.
Da es in Pavia keinen geeigneten Übernachtungsplatz gibt, fahren wir weiter in das Dorf Cabeção im Gameiro Ecological Park, wo es einen schönen Stellplatz für 4 € mit allem drum und dran gibt. Die Anmeldung ist recht kompliziert und ein niederländisches Ehepaar, welches sich am Morgen den Code über das Internet geholt hat, kommt nicht wieder auf den Stellplatz. Das übersteigt unsere Geduld und da wir wegen des Hochwassers den Passadiço do Gameiro e Praia Fluvial nicht machen können, fahren wir ca. 20 km weiter nach Montargil, wo wir gleich am Ortseingang den Kilometerstein der N 2 mit der Schaukel fotografieren. Von diesem Aussichtspunkt haben wir einen herrlichen Blick auf den Albufeira da Barragem de Montargil Stausee.

Von Montargil nach Ponte de Sor | 🌤

14. Februar 26

  • Montargil
  • Wassermühle – Água de Todo o Ano
  • Ponte de Sor

Sonne pur, endlich! Doch ein eisiger Wind. Wir erkunden Montargil und kommen gleich zur Mural dos Painéis Escolares, das die Berufe vergangener Zeiten in Fliesen darstellt. Dann steigen wir hinauf zur Capela de São Sebastião. Durch die Gassen gelangen wir zur Igreja da Misericórdia. Dann gehen wir die Hauptstraße Rua do Comércio bis Pelourinho. Es ist ein Symbol für die Zeit, als Montargil Sitz einer Gemeinde war. Die Hauptkirche Igreja Paroquial ist geöffnet und wir schauen uns das schöne Innere an.
Danach fahren wir zurück zur Staumauer und holen uns im Café da Bomba unseren nächsten Stempel für die N2. Das Schauspiel der Fontaine am Albufeira da Barragem de Montargil, wo durch das Hochwasser das Wasser in den Überlauf stürzt, lassen wir uns dabei nicht entgehen.
Wieder auf den N2 ist unser nächstes Ziel die Wassermühle nahe dem Ort Tramaga. Wassermühlen prägen die Landschaft der Ribeira de Sor seit dem Mittelalter. Die Moinho Novo de Tramaga ist im Privatbesitz und am besten erhalten. Nach etwas Suchen haben wir sie in idyllischer Lage neben einer kleinen Brücke, die jetzt überschwemmt ist, gefunden.
Nur ca. 3 km weiter kommen wir nach Ponte de Sor. Wir parken am Garten Campo da Restauração, wo sich die Gedenktafel zum 75. Jahrestag der Nationalstraße 2 befindet. Wir gehen zur Fußgängerbrücke Ponte de Pedonale und entlang der malerischen Promenade Ribeira de Sor ins Zentrum zur Igreja São Francisco. Höhepunkt ist das Centro de Artes e Cultura mit zahlreichen Street-Art-Werken. Es gibt zwei Bereiche, die der Industriegeschichte der alten Fabrik gewidmet sind, die Getreidemühle und Reishülsen-Fabrik. Hier befindet sich auch das größte Mosaik der Welt aus Korken – ein kolossales Kunstwerk des albanischen Künstlers Saimir Strati.

Von Ponte de Sor nach Abrantes | 🌥

15. Februar 26

  • Ponte de Sor
  • Abrantes

Wir fahren weiter auf der N2 bis zum Kilometerstein 380 in Bemposta, wo wir auch gleich eine Kaffeepause machen. Dann sind wir gespannt auf den Tejo in Abrantes. Trotz des Hochwassers fließt er ruhig dahin. Auf der einen Seite sehen wir die Berge Zentralportugals, auf der anderen die Hügel des Alentejo. Abrantes liegt im Herzen des portugiesischen Straßennetzes. Hier kreuzen die N2 die Estremadura-Straße N3 entlang des rechten Tejo-Ufers von Carregado nach Castelo Branco; und ihre „Zwillingsschwester“ am linken Tejo-Ufer, die Nationalstraße 118, die von Montijo nach Alpalhão ( Portalegre ) führt. Wir gehen zuerst zur Touristeninformation und danach vom Parkplatz hinauf zum Castelo Fortaleza de Abrantes mit dem Torre de Menagem und der Igreja de Santa Maria do Castelo mit dem Panteão dos Almeidas. Vom Jardim do Castelo mit der Baloiço de Abrantes (Schaukel), genießen wir den Ausblick zu unseren Füßen. Etwas unterhalb der Burg befindet sich der Outeiro de São Pedro, wo König Johann I. von Portugal und Nuno Álvares Pereira 1385 vor der siegreichen Schlacht von Aljubarrota mit ihren Truppen lagerten. Danach gehen wir hinunter in die Altstadt zur Capela de Sant’Ana und zum Largo da Ferraria dessen Mittelpunkt ein Jahrhundertkreuz Cruzeiro dos Centenários ist. Dahinter befindet sich die beeindruckende Igreja de São Vicente. Den Praça Raimundo José Soares Mendes schmückt die Skulptur Fonte das Três Marias, wo sich die Casa da Câmara Municipal und das Edifício Falcão befinden. Nun bleibt nur noch die Klostersüßigkeit Palha de Abrantes zu probieren.