WomoReise 25/12

Spanien 16.01. – 19.01.26

Von Écija nach Carmona | 🌥

16. Januar 26

  • Écija
  • Écija – Stadtrundgang
  • Carmona

Elf Kirchtürme, schöne Paläste und vieles mehr, gehören zu den Sehenswürdigkeiten dieser schönen Barockstadt Écija. Vom Stellplatz gehen wir zur Touristeninformation an der Plaza de España. Davor befindet sich die Markthalle, der wir noch einen Besuch abstatten. Nun erkunden wir die Türme und Kirchen der Stadt, die 1755 durch ein Erdbeben zerstört und danach im Barock wieder aufgebaut wurde. Der Turm der Kirche San Juan hat dem Erdbeben standgehalten und ist das Wahrzeichen der Stadt. Wir erklimmen die Treppen hinauf zu den Glocken und haben eine herrliche Aussicht auf die Dächer und Türme der Stadt. Nicht weit davon befindet sich der Palacio de Peñaflor mit einer langen Fassade entlang der engen Gasse, die mit bunten Fresken geschmückt ist. Mit seinen verschiedenen in die Höhe gebauten Teilen, wie dem Aussichtspunkt, dem imposanten Treppenhaus und seinem Portal, repräsentiert er das Goldene Zeitalter von Écija. Wir schlendern weiter durch die Gassen zur ältesten Kirche, der Iglesia de San Gil, im ältesten und höchsten Teil der Stadt. An der Plaza de la Constitución finden wir den Palacio de Benamejí, eines der bedeutendsten Beispiele barocker Zivilarchitektur in Andalusien mit einem monumentalen Eingang und zwei Wachtürmen an der Fassade. Wir sind wieder an der Plaza de España und gehen noch zur Iglesia de Santa Maria. Im Inneren besticht die Kirche durch ihren reichen Schmuck, sowohl Skulpturen als auch Gemälde, die die verschiedenen Schiffe und Altarbilder schmücken. Im Kirchhof mit einem kleinen Kreuzgang ist das Pfarrmuseum. Auf dem Weg zum Stellplatz kommen wir noch an der Iglesia del Carmen vorbei. Danach fahren wir weiter nach Carmona.

Von Carmona nach La Palma del Condado | 🌤

17. Januar 26

  • Carmona
  • Carmona – Stadtrundgang
  • La Palma del Condado

Am Morgen ist es noch recht kühl bei 6 °C. Die historische Altstadt von Carmona liegt zwischen den beiden Stadttoren Puerta de Sevilla und der Puerta de Córdoba. Bevor wir das Zentrum durch den Alcázar Puerta de Sevilla betreten, kommen wir an der Iglesia de San Pedro vorbei. Der wuchtige barocke Turm der Kirche mit der berühmten Giralda erinnert an die Kathedrale von Sevilla. Wir gehen durch die Gassen hinauf zur Plaza de San Fernando, dem zentralen Platz im historischen Zentrum, der mit schönen Gebäuden umgeben ist. Hier befindet sich auch das Rathaus, welches heute leider geschlossen ist, sodass wir das Mosaik im Innenhof nicht besichtigen können. Daneben befindet sich die Kirche El Salvador. Wir gehen weiter durch die Gassen und stellen fest, dass die Sehenswürdigkeiten in einem schlechten Zustand sind. Doch wird auch viel saniert wie die Puerta de Córdoba. Vom Aussichtspunkt sehen wir den Königspalast Alcázar del Rey Don Pedro, heute ein Parador. Im Tal darunter liegt dichter Nebel. Wir kehren in die Altstadt zurück zur Iglesia de Santa Maria und gehen weiter zur Römischen Nekropole, der Necrópolis Romana, der größten römischen Nekropole auf spanischem Boden. Hier wurden bisher mehr als 1.000 Gräber entdeckt, von denen das Familiengrab Tumba de Servilia das beeindruckendste ist. Bevor wir das Gelände und die Ruinen des Amphitheaters besichtigen, sehen wir uns den kleinen Film im Museum an. Wieder am Stellplatz angekommen, fahren wir weiter vorbei an Sevilla nach La Palma del Condado.

Von La Palma del Condado nach Huelva | 🌤

18. Januar 26

  • La Palma del Condado
  • Niebla – Stadtrundgang
  • Dolmen de Soto
  • Huelva

Auf einem Hügel über dem Rio Tinto befindet sich die tausende von Jahren alte Stadt Niebla, umgeben von einer 2 Km langen maurischen Stadtmauer mit 50 quadratischen und achteckigen Wehrtürmen. Wir betreten die Stadt durch die Puerta del Socorro und stehen vor der Ruine der Iglesia San Martín. Etwas weiter gelangen wir zur Plaza de Santa María mit der Iglesia de Nuestra Señora de la Granada, der Hauptkirche, die mal wieder geschlossen ist. Von der ursprünglichen Moschee zeugt nur der heutige Glockenturm, der das Minarett war. Daneben befindet sich das Hospital de Santa María. Wir gehen die Calle Altozano entlang zur Plaza de la Feria. Auf dem großzügigen Platz steht das Denkmal für den letzten maurischen Herrscher des Kleinen Königreiches von Niebla, den Emir der Algarve. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Alcázar de los Condes de Niebla, auch als Castillo de los Guzmanes bezeichnet. Sein heutiges Aussehen stammt aus dem 15. Jahrhundert. Wir besichtigen den Waffenhof. Stufen und Treppen führen hinauf auf die Festungsmauern. Kleine Ausstellungen sind in den Innenräumen und Kellergewölben untergebracht. Wir verlassen die Altstadt durch die Puerta del Agua und gehen ein Stück entlang des Rio Tinto zur römischen Brücke. Danach fahren wir weiter über Trigueros zur archäologischen Stätte Dolmen de Soto, dem größten in der Provinz Huelva. Der aus der Zeit zwischen 3000 und 2500 v. Chr. errichtete Megalithbau aus großen Steinplatten, hat einen Durchmesser von 60 m und ein 21 m tiefer Gang führt zur Hauptkammer. Er ist präzise ausgerichtet, sodass an den Tagen der Tagundnachtgleiche ein bestimmter Lichtstrahl im Morgengrauen eindringt und den Innenraum erhellt. Einzigartig in Europa ist die Vielzahl der Gravuren im Inneren. Da wir unsere LPG-Flasche nachfüllen müssen, fahren wir dann noch weiter nach Huelva.

Von Huelva nach Gibraleón | 🌤

19. Januar 26

  • Huelva
  • Huelva – Stadtrundgang
  • Gibraleón

Huelva wurde 1755 von einem starken Erdbeben erschüttert, das große Schäden in der Altstadt verursachte. Daher gibt es nur noch wenige historische Gebäude. Wir gehen ins Zentrum zur Santa Iglesia Catedral de la Merced, an die sich die Universität anschließt. Weiter im Zentrum zur Iglesia Parroquial de la Concepción und zum Ayuntamiento. Dann gelangen wir zur Plaza de las Monjas mit dem Kolumbus Denkmal. Zweifellos ist die Entdeckung Amerikas das prägendste Ereignis in der Geschichte Huelvas, denn von hier aus unternahm Christoph Kolumbus seine erste Reise in die Neue Welt. Im ältesten Teil der Innenstadt befindet sich die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche San Pedro. Dann sind wir schnell pflastermüde und fahren weiter zu unserem vorläufig letzten Übernachtungsplatz in Spanien nach Gibraleón.

Portugal 20.01. – 31.01.26

Von Gibraleón nach Vila Real de Santo António | 🌤

20. Januar 26

  • Gibraleón
  • Castro Marim
  • Vila Real de Santo António

Zuerst fahren wir noch einmal günstig tanken, bevor es nach Portugal weitergeht. Die erste Station ist Castro Marim, eines der authentischsten Dörfer der Algarve. Wir besichtigen die imposante mittelalterliche Burg, von der wir einen herrlichen Ausblick auf die Marschlandschaft und den Fluss Guadiana bis hinüber nach Spanien haben. Durch die schönen Gassen gelangen wir zur Igreja Matriz Castro Marim. Wir gehen weiter zur Kirche Revelim Santo António, neben der eine schöne Windmühle steht. Die Störche klappern und es zeigen sich die ersten Mandelblüten. Die gegenüberliegende Forte de São Sebastião ist leider nicht zu besichtigen. Ihr Bau geht auf König Joao IV. in die Zeit der Restaurationskriege mit Spanien zurück. Nur 4 km weiter besuchen wir die Grenzstadt Vila Real de Santo António, direkt gegenüber der spanischen Stadt Ayamonte. Wir gehen zuerst zur Praça Marquês de Pombal, wo sich auch die Igrea Matriz und der Obelisk befinden. Uns gefallen sofort die schönen Gassen, durch die wir zum Fluss Guadiana gelangen und an dessen Ufer bis zum Leuchtturm Faro de Vila Real gehen.

Von Vila Real de Santo António nach Castro Marim | 🌧

21. Januar 26

  • Vila Real de Santo António
  • Castro Marim

Schon in der Nacht hat es begonnen zu regnen. Am Morgen gehen wir zur öffentlichen Dusche in Vila Real de Santo António, die wir für 1 € nutzen dürfen. Da für den gesamten Tag Regen angesagt ist, fahren wir nach Castro Marim zurück, da wir hier eine Entsorgung haben, und sitzen das Regenwetter heute aus.

Von Castro Marim nach Faro | ☁️

22. Januar 26

  • Castro Marim
  • Cacela Velha
  • Tavira – Stadtrundgang
  • Faro

Heute fahren wir weiter in das kleine Dorf Cacela Velha. Es liegt auf einer Felswand und vom imposanten Forts Cacela aus dem 12. Jahrhundert neben der kleinen Kirche haben wir einen herrlichen Ausblick auf die östliche Algarve. Wir gehen hinunter zum Strand, wo wir die Festung besonders schön sehen. Nirgendwo sonst an der Algarveküste zeichnen sich die Küstenlinie, die Lagunenlandschaft der vorgelagerten Inseln und die Ria Formosa, die die Küstenstädte von Cacela Velha bis Faro umspült, so klar voneinander ab. Hier entsteht das Phänomen der Ria Formosa, eine riesige feine Sandzunge, die die Küste der Algarve vor dem Atlantik schützt. Wir blicken nach Süden und sehen die gewaltigen Wellen des Ozeans, wogegen sich im Norden die ruhigen, flachen Gewässer der Ria Formosa befinden.
Nach diesem Naturschauspiel fahren wir weiter in die historische Stadt Tavira, die Stadt mit 37 Kirchen. Wir gehen zur römischen Brücke über den Gilão und steigen zum Largo da Misericórdia hinauf. Hier befinden sich die Palácio Galeria dem symbolträchtigsten Gebäude der Stadt. Wir komen zum Castelo und betreten den schlichten, farbenprächtigen Garten. Treppen führen hinauf auf die Mauern und einen alten Turm, von dem wir einen schönen Blick auf die Stadt haben. Außerhalb der Verteidigungsanlagen befinden sich die Igreja de Santa Maria do Castelo und die Igreja de Santiago. Der Praça da República ist mit Calçada portuguesa eine charakteristische portugiesische Wegpflasterung, meist aus weißem Kalkstein und schwarzem Basalt gepflastert. Wir gehen weiter zum Jardim do Coreto mit einem eisernen Musikpavillon und gelangen im Fischerviertel zum alten Mercado da Ribeira, der über eine wunderschöne Eisenkonstruktion verfügt. Der neue Markt befindet sich am Rand der Stadt, den wir besuchen und danach schlendern wir durch die Gassen die von strahlend weißen Häusern, Walmdächer und Gittertüren (Rua das Olarias 1) aus maurischer Zeit geprägt sind, der typischen Architektur Taviras. Über die römische Brücke schlendern wir am Nordufer des Gilão-Flusses entlang und werfen einen letzten Postkartenblick auf das Tavira, bevor wir noch zur schlichten Igreja de São Paulo gehen. Nächster Stop unserer Reise wäre Olhão mit einem fantastischen Markt. Da dieser jedoch um 14 Uhr schließt, fahren wir weiter nach Faro.

Von Faro nach Loulé | 🌦

23. Januar 26

  • Faro
  • Faro – Stadtrundgang
  • Loulé – Stadtrundgang
  • Loulé

Die Sonne begleitet uns am Vormittag. Wir gehen ins historische Zentrum von Faro, dass wir durch den Arco da Vila betreten. Die meisten Sehenswürdigkeiten Faros befinden sich in der malerischen Vila Adentro, dem ältesten Stadtteil, der von den alten Mauern umgeben ist. Am Largo da Sé befindet sich die Sé Catedral de Faro deren Glockenturm dem Bauwerk den Eindruck einer Festung verleiht. Am Praça D. Afonso III mit dem Denkmal von König Dom Afonso III fällt das Convento de Nossa Senhora da Assunção auf. Wir gehen weiter zum Arco do Repouso und umrunden den äußeren Rand der Stadtmauer. Dann kommen wir zu einem der luxuriösen Gebäude dem Belmarço-Palast. Zum Abschluss gehen wir noch zur neuesten Attraktion von Faro, den Kreisverkehr 738. Er markiert den letzten Kilometer der legendären Nationalstraße 2 durch Portugal. Wieder am Parkplatz ziehen dunkle Wolken auf. Wir beschließen nicht den Wanderweg Trilho do Ludo zu unternehmen, sondern weiter nach Loulé zu fahren. Wir erkunden das charmante mittelalterliche Zentrum und beginnen mit der Ermida de Nossa Senhora da Conceição mit herrlichen Azuleus. Von der ursprünglichen Alcazaba gibt es keine Spuren mehr. Die im 13. Jahrhundert wieder aufgebaute Burg fällt durch die viereckigen Türme auf. Bei unserem Rundgang können wir auf die drei Türme steigen und die traditionelle Küche besichtigen. Ein erneuter heftiger Regenschauer lässt uns in ein Café flüchten. Wir sind an der Praça da República und gehen noch zur Markthalle, Loulés bekannteste Sehenswürdigkeit. Das überdachte Gebäude mit seinem klassischen Stil und maurischen Einflüssen ist wunderschön.

Von Loulé nach Benafim | 🌦

24. Januar 26

  • Loulé
  • Querença
  • Fonte Benémola
  • Salir
  • Wanderung Rocha da Pena
  • Benafim

Nun wird es Zeit, dass wir in die Natur kommen und die Region Barrocal an der Algarve erkunden. Der Himmel ist zugezogen und schüttet sich aus. Wir fahren trotzdem in das kleine Dorf Querença, eines der authentischsten Dörfer, dessen Pfarrkirche ein schönes manuelinisches Portal hat. Mittlerweile ist der Himmel tiefblau und die Sonne lacht.
Nicht weit von Querença befindet sich die Fonte Benémola. Wir unternehmen die kleine idyllische Wanderung, doch als wir den Fluss, der zurzeit sehr viel Wasser führt, an der Fonte überqueren wollen, steht die Brücke unter Wasser. Wir gehen also den gleichen Weg zurück und fahren in das malerische Bergdorf Salir.
Das Dorf mit den weißen Häuschen liegt auf zwei Hügeln. Wir gehen hinauf zu den wenigen Überresten eines maurischen Kastells, einem der wenigen Überbleibsel aus der arabischen Zeit. Nach dem Mittag unternehmen wir noch die Wanderung Rocha da Pena.
Der Rocha da Pena ist einer der markantesten Felsvorsprünge der Barrocal-Region. Vom Dorf Rocha führt der Weg durch Wälder mit Johannisbrotbäumen, wilden Olivenbäumen und Steineichen auf das Plateau Rocha da Pena. Wir kommen zum Aussichtspunkt Miradouro Norte auf 470 m Höhe und danach zum höchsten Punkt, dem Miradouro Sul auf 479 m Höhe der Route. Von hier haben wir einen fantastischen Ausblick über die sanft gewellte Serra do Caldeirão und die geschwungenen Konturen der Algarve-Region Barrocal, die sich bis zum Meer erstrecken. Unterwegs kommen wir zu einem 400 m langen Steinwall, dem Amuralhamento, einer der größten Karstgalerien. Hier sollen sich die fliehenden Mauren während der Rückeroberung Salirs versteckt gehalten haben. Nach dem Abstieg gelangen wir auf einen breiten Schotterweg mit Ausblick auf die zwei Felswände aus der Eisenzeit.
Nach dieser schönen Wanderung fahren wir auf einen Stellplatz ganz in der Nähe. Dabei müssen wir ein kurzes Stück auf einer kleinen Straße fahren, deren Randbepflanzung unserem Wohnmobil so einige Kratzer verschafft.

Wanderung am 2026-01-24 Rocha da Pena 🚶‍♂️

Von Benafim nach Albufeira | 🌦

25. Januar 26

  • Benafim
  • Albufeira – Stadtrundgang
  • Albufeira

Wir setzen unsere Fahrt zum Dorf Alte fort. Auf die Besichtigung verzichten wir, da es immer noch regnet. So fahren wir weiter nach Albufeira, einer der beliebtesten Städte der Algarve. Wir erkunden die Stadt und beginnen am Largo Engenheiro Duarte Pacheco. Das Kraftwerksgebäude auf dem Platz ist nicht zu übersehen. Entlang der Rua 5 de Outubro gelangen wir zum Túnel, der zum Strand von Peneco führt. Wir gehen ein Stück den Strand entlang und nehmen den Elevador do Peneco zur Esplanade Dr. Frutuoso da Silva. Wieder in der Altstadt laufen wir an der Igreja de São Sebastião vorbei und weiter zur Igreja Sant´ Ana. Es folgt der Praça da República mit dem Uhrturm, einem Wahrzeichen von Albufeira, der von einer Eisenkonstruktion gekrönt wird. Ein paar Schritte weiter kommen wir zur Igreja Matriz aus dem 18. Jahrhundert , die ein wunderschönes Portal im manuelinischen Barockstil hat. Leider sind heute zum Sonntag alle Kirchen geschlossen und wir können uns kaum vorstellen, was hier im Sommer los ist. Von der Praia dos Pescadores am Largo 25 de Abril nehmen wir die Rolltreppe, um zum Aussichtspunkt Miradouro do Pau da Bandeira hinaufzufahren. Wir genießen die Aussicht auf das Meer und auf die Häuser der Stadt. Albufeira war fünf Jahrhunderte lang von den Mauren besetzt. Vom arabischen Erbe zeugen die engen, labyrinthischen Kopfsteinpflastergassen, die Überreste der alten Mauern der maurischen Burg und die strahlend weißen Häuser. Wir schlendern durch den ältesten Teil von Albufeira und suchen die Kacheltafeln, die die Tore der Wehrmauern markieren. Auf dem Weg zurück zum Stellplatz suchen wir noch den Cerro do Malpique mit der schönen traditionellen Windmühle auf.

Von Albufeira nach Carvoeiro | 🌦

26. Januar 26

  • Albufeira
  • Capela de Nossa Senhora da Rocha
  • Wanderung der sieben hängenden Täler
  • Carvoeiro

Bevor wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung der sieben hängenden Täler fahren, stoppen wir an der Landzunge Nossa Senhora da Rocha mit einer kleinen Einsiedelei auf einer atemberaubenden Klippe.
Von der Praia da Marinha beginnen wir dann unsere Wanderung entlang der Küstenklippen der Algarve. Mit einzigartigen Ausblicken auf die Felsformationen durchqueren wir sieben Täler, die einst mit der Mündung eines Baches in Verbindung standen, der direkt ins Meer stürzte. Unterwegs kommen wir an beeindruckenden Dolinen vorbei, in denen die Gewalt des Meeres donnert. Es fällt schwer, mit dem Fotografieren aufzuhören. Wir kommen am Leuchtturm von Carvoeiro vorbei und wandern bis zur Praia Vale de Centeanes. Da der Weg geradlinig ist, kehren wir hier nach 6,5 km um und gehen den felsigen Weg zurück zum Ausgangspunkt. Dann fahren wir in das benachbarte Carvoeiro, das mittlerweile zu den Touristenhochburgen der Algarve zählt.

Wanderung am 2026-01-26 der sieben hängenden Täler 🚶‍♂️

Von Carvoeiro nach Portimão | 🌦

27. Januar 26

  • Carvoeiro
  • Passadiços do Carvoeiro
  • Ferragudo
  • Portimão

Heute wollen wir eines der größten Naturwunder der Algarve erwandern, den prächtigen Algar Seco. Doch als wir gerade loslaufen wollen, ergießt sich ein Wolkenbruch. Wir warten bis dieser vorbei ist und gehen hinunter zum Strand von Carvoeiro. Riesige Wellen türmen sich heute auf und bieten ein grandioses Naturschauspiel. An der Capela da Nossa Senhora da Encarnação beginnt der 600 m lange Holzsteg Passadiços do Carvoeiro, der direkt an der Küste entlangführt. Die beeindruckende Felsformation am Meer ist wegen des hohen Wellengangs heute gesperrt. Doch das Krachen der Wellen gegen die Felswände ist faszinierend.
Dann wird es Zeit weiterzufahren mit einem Stop in Ferragudo. Die Burg São João de Arade, an der Mündung des Flusses Arade, zählt zu den malerischsten Burgen der Algarve.
Nach diesem Stopp fahren wir nach Portimão. Im historischen Zentrum starten wir an der Praça 1º de Maio mit dem Brunnen und den Wasserfontänen vor dem Rathaus. Auf der anderen Seite des Platzes befindet sich die Streetart „Conquer the Dream“. Nur ein paar Schritte weiter kommen wir zum Jardim 1º de Dezembro. Wir nähern uns der Ponte Velha bei einem Spaziergang entlang der Ribeirinha-Promenade, die mit Skulpturen geschmückt ist und vergessen nicht die schlichte Kapelle São José aufzusuchen. Entlang der Altstadtgassen kommen wir zur Igreja de Nossa Senhora da Conceição vorbei und erreichen die Praça da República. Über dem eleganten Platz thront das majestätische Jesuitenkloster, dessen Kirche die größte Hallenkirche der Algarve ist. Zum Schluss gehen wir noch am Hafen entlang bis zum Portimão-Museum, welches in einer ehemaligen Fischkonservenfabrik untergebracht ist.

Wanderung am 2026-01-27 Passadiços do Carvoeiro 🚶‍♂️

Von Portimão nach Alvor | 🌦

28. Januar 26

  • Portimão
  • Fortaleza Santa Catarina de Ribamar
  • Wanderung Passadiço do Alvor
  • Wanderung Balkone über dem Meer
  • Alvor

Wie schon die letzten Tage schüttet es am Morgen. Doch tatsächlich hörte es, wie der Wetterbericht vorhergesagt, um 10 Uhr auf. Wir fahren zur Praia da Rocha und sehen uns die kleine Burg Fortaleza Santa Catarina de Ribamar an. Sie wurde zum Schutz der Hafeneinfahrt von Portimão vor Eindringlingen errichtet.
Kaum 4 km weiter befindet sich die Alvor-Promenade am Strand Praia dos Três Irmãos. Der 6 km lange Holzsteg verbindet den Strand mit der wunderschönen Ria de Alvor und ist der längste Holzsteg an der Algarve. Die Promenaden verlaufen entlang des Meeres und des Dünengebietes mit wunderschönen Ausblicken auf das tosende Meer. Am Wendepunkt steht der Leuchtturm Praia do Alvor. Wieder zurück am Ausgangspunkt sehen wir vor uns die herrlichen Klippen und beschließen noch den 5 km langen Wanderweg „Balkone über dem Meer“ zu gehen. Er verläuft entlang eines der spektakulärsten Abschnitte der felsigen Küste von Portimão und verbindet Praia do Vau und Praia da Rocha über die Kalksteinklippen, deren Oxidation verschiedene rötliche und ockerfarbene Töne hervorgebracht hat. Einfach herrlich und das Wetter hat auch gehalten.

Wanderung am 2026-01-28 Passadiço do Alvor 🚶‍♂️

Wanderung am 2026-01-28 Balkone über dem Meer 🚶‍♂️

Von Alvor nach Alferce | 🌧

29. Januar 26

  • Alvor
  • Silves
  • Alferce

Hoch oben auf einem Hügel erblicken wir die massiven Mauern und elf Türme der eindrucksvollen roten Burg von Silves. Sie zeugt von ihrer militärischen Stärke im elften Jahrhundert. Sie ist die bedeutendste, größte und am besten erhaltene Burg der Algarve. Von Ihr haben wir einen herrlichen Blick über die Stadt und den Fluss Arade. Wir betreten die Burg durch das von zwei Türmen flankierte Haupttor und stehen vor dem Wächterhaus. Im Westen erblicken wir das Verrätertor, den Ausgang ins Freie. Wir sehen Lustgärten und einen unterirdischen Nahrungsspeicher. Es sind alte Silos in arabischer Bauweise, die durch schmale Öffnungen am Boden betreten werden. Die eine Zisterne mit ihren auf vier Säulen ruhenden Gewölbe ist zehn Meter tief, daneben gibt es noch die maurische Zisterne mit sechzig Meter hohen Mauern. Danach gehen wir in die Altstadt zur Sé Catedral und zur gegenüberliegenden Igreja da Misericórdia de Silves mit einem schönen Altarbild. Durch die Rua da Sé kommen wir zum Portas da Cidade mit dem gewaltigen Albarrana-Turm aus rotem Sandstein und dem abgewinkelten Eingang, der das Eindringen berittener Soldaten verhindern sollte. Davor befindet sich der Praça do Município mit dem Pelourinho (Pranger). Wir suchen noch den Aussichtspunkt auf das Castelo auf und gehen dann, immer noch bei Nieselregen, zurück zum Wohnmobil. Anschließend fahren wir weiter nach Alferce in die Serra de Monchique. Am Stellplatz angekommen, gehen wir zu den öffentlichen Duschen.

Von Alferce nach Monchique | 🌥

30. Januar 26

  • Alferce
  • Passadiços do Barranco do Demo
  • Monchique

Direkt am Stellplatz in Alferce beginnt der ca. 1 km lange Holzsteg Passadiço do Barranco do Demo, der sich entlang beider Ufer einer steilen Schlucht erstreckt und durch eine 50 m lange Hängebrücke verbunden ist. Zwei steile Treppen führen durch die atemberaubende Serra de Monchique. Über eine steile Treppe steigen wir hinab in die Schlucht, an deren Ende sich die schwindelerregende Hängebrücke in einer Höhe von 20 m befindet. Wir steigen die Treppe auf der anderen Seite wieder hinauf, und verlängern unsere Wanderung noch bis zur Burgruine Alferce Castelo, eine der ältesten muslimischen Festungen des Landes. Verbrannte Stämme zeugen von einem früheren Waldbrand. Auf dem Cerro do Castelo in 490 m Höhe besichtigen wir die Überreste der Mauern und könnten den Blick in die Ferne auf den Odelouca-Stausee und den Atlantik genießen, wenn da nicht die tief hängenden Wolken wären. Nachdem wir wieder am Stellplatz die Ver- und Entsorgung erledigt haben, fahren wir nach Monchique und unternehmen noch einen kleinen Spaziergang. Die Hauptkirche Igreja Matriz de Monchique aus dem frühen 16. Jahrhundert beeindruckt durch ihr kunstvolles manuelinisches Eingangsportal mit verknoteten Säulen. Über der Stadt thronen majestätisch die Ruinen des Convento de Nossa Senhora do Desterro. In den labyrinthischen Gassen befinden sich hübsche Statuen.

Wanderung am 2026-01-30 in Alferce 🚶‍♂️

Von Monchique nach Lagos | 🌥

31. Januar 26

  • Monchique
  • Miradouro da Fóia
  • Lagos

Von Monchique fahren wir die Straße N266, eine der schönsten Strecken der Algarve zum Miradouro da Fóia dem höchsten Punkt der Algarve auf 900 m ü.M. Leider ist heute Nebel über der Landschaft, sodass wir keine Aussicht haben. Dafür überrascht uns ein eisiger Wind, als wir das Wohnmobil verlassen. Wir wollen von hier aus den Monchique-Wasserfall Wanderung unternehmen. Doch die Wanderung endet schon nach Kurzem, da der Weg durch den vielen Regen der letzten Tage unter Wasser steht. Keine Sicht und nasse Füße, das tun wir uns nicht an. So fahren wir die N266 zurück und weiter nach Lagos.
Unterwegs tanken wir unsere LPG-Flasche auf. Dann wollen wir uns die Stadt ansehen und gehen zur Avenida dos Descobrimentos, der Uferpromenade an der Mündung des Ribeira de Bensafrim. Entlang der Promenade gibt es viele Stände mit Kunsthandwerk und regionalen Produkten. Wir kommen an der Caravela Boa Esperança, einer Nachbildung aus dem 16. Jahrhundert vorbei. Von Lagos, der Hauptstadt des Königreiches Algarve brachten die portugiesischen Entdecker mit diesen Karavellen in die Neue Welt auf. Am Ende der Uferpromenade gelangen wir zum Ponta da Bandeira Fort aus dem 17. Jahrhundert. Gegenüber sehen wir die Reste des Castelo dos Governandores ein sehr gut erhaltener Abschnitt der Stadtmauer von Lagos. Zwei Türme flankieren den Eingang mit den Bogen des Heiligen Gonçalo das wir durchschreiten um zum Praça Infante Dom Henrique mit der Statue von Prinz Heinrich, der immer wieder aufs Meer blickt. Aus dem 15. Jahrhundert stammt die Kirche Santa Maria und ein paar Schritte weiter befindet sich die Igreja de Santo António. Ihr prachtvolles Inneres bleibt uns verschlossen. In den vielen kleinen Gassen reihen sich Restaurants und kleine Geschäfte aneinander. Die umstrittene Marmorskulptur auf dem Praça Gil Eanesist ist das Wahrzeichen von Lagos, einem belebten Platz in der Altstadt.

Temperatur

vom 01.01. – 31.01.2026

Bildergalerie – Januar