WomoReise 25/12

Spanien 01.01. – 15.01.26

Von Jalance nach Alcalá del Júcar | 🌥

01. Januar 26

  • Jalance
  • Wanderung Cañones del Júcar
  • Alcalá del Júcar

Nach einer ruhigen Silvesternacht liegt, wie vorhergesagt, Nebel über der Landschaft. Wir fahren trotzdem in die Júcar-Schlucht. Die Anfahrt ist schon abenteuerlich auf einer kleinen Straße. Und dann kommt auch noch ein Schild über 3t Durchfahrt verboten. Wir riskieren es trotzdem und müssen durch ein paar Meter heruntergespülten Sand. Alles geht gut, auch der Parkplatz ist machbar. Wir starten die klassische Route, die dem Verlauf des Kanals folgt, der Wasser vom Molinar-Staudamm zum Wasserfall Salto de Basta in Cofrentes leitet. Unterwegs stoßen wir auf die Überreste aus der Bauzeit (1944-1952) des Staudamms. Wir durchwandern eine der spektakulärsten Landschaften der Region Valencia, entlang von über 300 m steil aufragenden Felswänden, die der Fluss Júcar gegraben hat. Unterwegs passieren wir drei kleine Tunnel und das verlassene Dorf El Sapo, die Siedlung der Arbeiter. Am Anfang ist es ein breiter Weg, der nach dem zweiten Tunnel zu einem schmalen, beeindruckenden Pfad wird. Durch Erdrutsch und Steinschlag müssen wir kleine Passagen klettern, doch ist der Weg immer sichtbar. Am Wegrand träumt eine Bergziege, die wir aufschrecken. Dann erreichen wir den dritten Tunnel, wo der Weg zu Ende ist und wir kehren um. Mittlerweile hat sich auch die Sonne durchgekämpft und wir halten immer wieder an, um die spektakuläre Landschaft zu genießen.
Im Anschluss an diese tolle Wanderung fahren wir nach Alcalá del Júcar. An einem steilen Hang kleben die weiß getünchten Häuser, ein schlanker Kirchturm reckt sich in die Höhe und über allem thront die wuchtige Burg mit ihrem Turm. Wir gehen über die Puente Romano, über den Río Júcar, die jedoch nicht aus der römischen Epoche stammt. Als Orientierungspunkt dient die Kirche San Andrés. Für den Aufstieg zum Castillo de Alcalá muss als Orientierung „einfach hinauf“ dienen. Von oben haben wir einen herrlichen Blick auf die ovale Stierkampfarena, eine der ältesten in Spanien, die vielen denkmalgeschützten Gassen und die Umgebung mit dem Río Júcar.

Wanderung am 2026-01-01 Cañones del Júcar 🚶‍♂️

Von Alcalá del Júcar nach Ayora | 🌥

02. Januar 26

  • Alcalá del Júcar
  • Wanderung in Alcalá del Júcar
  • Ayora

Es ist mal wieder nebelig. Nachdem wir beim Bäcker waren, machen wir uns auf zu unserer Wanderung, die eine Doppelrunde entlang des Wanderweges PR AB 49 ist. Wir steigen in einen schmalen Pfad im Zickzack hinauf zum Stadtteil Cerro. Unter uns liegt der Ort im dichten Nebel. Wir durchqueren den Stadtteil und steigen wieder zur Straße hinab in Richtung Stadt. Dann nehmen wir einen sehr steilen Betonweg zur ungewöhnlichen Stierkampfarena und suchen nach einem zunächst undeutlichen Pfad, der an einer Klippe endet, die wir nun ca. 150 m wie die Bergziegen, die wir aufschrecken, hinaufklettern. Dabei suchen wir nach einer Möglichkeit, den letzten Überhang zu überwinden. Wir kommen wieder auf einen Wanderweg, der uns mit spektakulärem Panoramablick auf das Dorf belohnt. Wir steigen wieder hinab und gelangen durch die Gassen zurück zu unserem Wohnmobil. Anschließend fahren wir weiter nach Carcelén. Der Stellplatz ist recht ordentlich, doch das Dorf und seine Umgebung gefallen uns nicht. Kurzum fahren wir weiter nach Ayora.

Wanderung am 2026-01-02 in Alcalá del Júcar 🚶‍♂️

Von Ayora nach Almansa | 🌥

03. Januar 26

  • Ayora
  • Ayora – Ruta del Agua
  • Almansa

Am Morgen gehen wir ins Zentrum zur Plaza Mayor. In der Stadt gibt es eine Route des Roten Fadens, die durch weite Teile von Ayora verläuft und am Touristenbüro beginnt. Hier lassen wir uns auch die roten Bänder geben, die wir am Kloster San Francisco an den Ring anbinden, wie es schon viele andere vor uns getan haben. Dies erinnert an die Legende des Mädchens, das in einer Vollmondnacht die Orte besuchte, von denen es so viel gehört hatte, und dabei ihren roten Mantel auftrennte. Immer der roten Markierung folgend, passieren wir einige Plätze und Parks, die Stadtteile Morería, Altos und El Hueco, die Einsiedeleien San José, Santa Lucía und Santa María la Mayor, die Kirche Nuestra Señora de la Asunción mit ihrer schönen blauen Kuppel, und weitere Gebäude von Bedeutung. Wir steigen hinauf zur arabisch geprägten Burg mit dem großen Bergfried und noch erhaltenen Teilen der Ringmauer. Leider ist sie wegen Rekonstruktion geschlossen. Im Touristenbüro haben wir auch den Hinweis auf die Ruta del Agua bekommen, die am Parque de los Morerales startet. Sie zeigt uns die Bedeutung des Wassers als Hauptversorgungsquelle mit verschiedenen Stationen. Danach fahren wir ca. 21 km weiter nach Almansa.

Von Almansa nach Abarán | 🌧

04. Januar 26

  • Almansa
  • Abarán

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Almansa ist eine beeindruckende Burg maurischen Ursprungs. Der historische Teil Almansas besteht aus engen Straßen um die Burg herum. Wir beginnen unsere Besichtigung am Augustinerkloster mit seiner Barockfassade. Gleich daneben befinden sich die Herrenhäuser der Familie Enríquez de Navarra und das des Marquis von Montortal aus dem 17. Jahrhundert. Wir gehen weiter zur Pfarrkirche La Asunción, die sich neben dem Palast der Grafen von Cirat befindet, den ein wunderschönes Portal kennzeichnet, und der heute das Rathaus beherbergt. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind der Uhrturm am alten Markt und die Capillica del Rosario. Zum Schluss sehen wir uns das Castillo de Almansa an. Es gilt als eine der imposantesten Burgen in ganz Kastilien-La Mancha. Bereits bei der Anreise wirkt die Festung wie ein steinernes Wächtermonument. Sie ist ein Symbol für Macht und hatte strategische Bedeutung. Ihre Mauern aus Sandstein, die Wehrgänge und die Zinnen des Bergfrieds zeugen von ihrer militärischen Nutzung. Berühmt ist die Schlacht von Almansa im Jahr 1707, die in unmittelbarer Nähe stattfand und den Verlauf des Spanischen Erbfolgekriegs entscheidend beeinflusste. Wir erklimmen über eine alte Wendeltreppe den Torre del Homenaje, den höchsten Punkt der Anlage, mit einem 360-Grad-Panorama auf die Ziegeldächer der Stadt, auf endlose Felder, Olivenhaine und Weinberge. Nach dieser ausgiebigen Besichtigung nutzten wir das Regenwetter, um etwas weiter nach Süden zu fahren, bis nach Abaran.

Von Abarán nach Mula | 🌧

05. Januar 26

  • Abarán
  • Abarán – Ruta de las Norias
  • Mula

Die ganze Nacht hat es geschüttet und es will einfach nicht aufhören. Wir bewaffnen uns mit Regenschirmen und wollen doch wenigstens die Route de las Norias entlang spazieren. Hier gibt es Wasserräder aus arabischer maurischer Zeit am Rio Segura, die tatsächlich noch in Betrieb sind. Wir beginnen die Route am Parque de la Norias mit dem größten in Europa noch funktionierenden Wasserrad, dem Noria Grande aus dem Jahr 1802. Dieses aus Eisen und Holz bestehende Wasserrad hat einen Durchmesser von ca. 12 m und gut 1 m Breite. 32 Liter Wasser pro Sekunde befördern die 64 Schaufeln. Der Weg verläuft weiter zwischen Obstgärten und Auwald und direkt über dem Wasserkanal über Eisenroste. Ein weiteres, etwas kleineres Wasserrad, das 8 m hohe Wasserrad der Don-García-Grube, dreht sich gemächlich und fördert das Wasser auf die Plantagen. Der untere Teil taucht ins Wasser des Kanals ein und dabei füllen sich die eingebauten Wasserkübel. Am höchsten Punkt des Rades entleeren sich die Kübel dann in einen Bewässerungskanal. So können, nur durch Wasserkraft angetrieben, diese Schöpfräder Höhenunterschiede von einigen Metern überwinden. Hier kehren wir um und laufen in die entgegengesetzte Richtung, wo das Noria de Candelón, das nächste Wasserrad mit ca. 6 m Höhe und 40 Schaufeln, steht. Es ist mittlerweile von Holz auf Metall restauriert worden. Zum Schluss kommen wir noch zum Ñorica Wasserrad, dem kleinsten in Abarán mit 5 m. Durch einen kleinen Park gelangen wir ins Zentrum von Abarán und steigen die schmalen Gassen hinauf zur Ermita de San Cosme y San Damián. Da es nun immer noch regnet und eine Wanderung in die Sierra del Oro nicht möglich ist, fahren wir weiter nach Mula. Unter dem Regenschirm gehen wir noch durch die Gassen zur Plaza Mayor mit dem Uhrturm Torre del Reloj und hinauf zu den Kirchen Santo Domingo sowie zum Kloster De la Encarnación.

Von Mula nach Casas Nuevas | 🌥

06. Januar 26

  • Mula
  • Casas Nuevas

Am Morgen scheint endlich wieder die Sonne, doch ein eiskalter Wind bläst bei 3 °C. Wir gehen nochmals in den Ort und finden auch eine Bäckerei, die am heutigen Feiertag geöffnet ist. Danach steigen wir hinauf zum Castillo de los Vélez in Mula, einer Ruine mit Geschichte oberhalb der Kleinstadt. Die Mauerreste mit dem Hauptturm und den Außenmauern des einst mächtigen Castillo ragen in den Himmel. Sie diente nicht der Repräsentation, sondern war ein Machtinstrument. Es gibt keine verspielten Zinnen, keine prunkvollen Fenster, nur massive Mauern und schöne Wappen. Wir umrunden die Ruine. Von innen kann sie leider nicht besichtigt werden, doch der Blick über das Tal von Mula, die Dächer der Stadt und bis hinein in die schneebedeckten Berge der Sierra de Espuna ist grandios. Nach der Besichtigung fahren wir in den Regionalpark Sierra Espuña, nach Casas Nuevas, wo es einen ganz neuen und sehr schönen Stellplatz unterhalb der Berge gibt. Der Regionalpark bietet viele Gegensätze, von Wäldern über Steppen und Hochgebirgslandschaften bis hin zu Flüssen und Stauseen sowie Agrarland. Die mittlere Höhe beträgt etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel, die höchste Erhebung erreicht 1583 Meter.

Casas Nuevas | 🌤

07. Januar 26

  • Wanderung in der Sierra Espuña – Umbria del Bosque

Selbst das kleinste Dorf hat einen Supermarkt, wo wir Brot kaufen können. Danach begeben wir uns von Casas Nuevas aus auf den Camino Umbría del Bosque. Hier in der Extensa UmbrÍa de Sierra Espuña gibt es einen der dichtesten Wälder mit den höchsten Bäumen des Regionalparks. Der Wanderweg PR-MU 78 folgt einem Waldweg bis auf eine Höhe von etwa 700 m. Vorbei an endlosen Mandelbaumplantagen erreichen wir Haus Cura. Von hier aus führt der Aufstieg entlang der Cuesta de la Mina in die Senken des Pichi. Die Landschaft ist atemberaubend und wird, sobald sie sich zu den Wänden der Piedras Blancas öffnet, noch beeindruckender. Am Wendepunkt unserer Wanderung verlassen wir das Naturschutzgebiet und kommen zur Rambla de Malvariche. Wie schon geahnt führt sie viel Wasser, sodass wir uns entscheiden, zur Straße hinaufzugehen und dieser bis nach Casas Nuevas zurückzulaufen.

Wanderung am 2026-01-07 in Casas Nuevas 🚶‍♂️

Von Casas Nuevas nach Lorca | ☀️

08. Januar 26

  • Casas Nuevas
  • Santuario de Santa Eulalia
  • Lorca

Bei Kühen 1 °C fahren wir durch die Sierra Espuna zum Santuario de Santa Eulalia. Und schon sind es nach ca. 20 km und 30 min. Fahrt 8 °C, die bis zum Nachmittag auf 15 °C steigen. So gefällt es uns. Der Wallfahrtsort wurde im 13. Jahrhundert von den Rittern des Santiago-Ordens zu Ehren der Heiligen Eulalia von Mérida gegründet. Charakteristisch für das Heiligtum ist das prachtvolle Wandmalereien-Ensemble, das sich durch das gesamte Innere zieht. Die 48 Szenen erzählen vom Leben des Heiligen Jesus Christus und der Franziskaner. Vom Parkplatz gehen wir zur 9 m hohen Statue Sagrado Corazon de Jesus hinauf und genießen den Ausblick vom Mirador Corazón de Jesús auf Totana und die Umgebung. Unterwegs kommen wir an verschiedenen Stationen des Kreuzweges vorbei. Nun wollten wir eigentlich eine kleine Wanderung unternehmen. Doch nach langer vergeblicher Suche nach dem Einstieg der Wanderung geben wir auf und fahren weiter nach Lorca. Es ist eine abenteuerliche Fahrt hinauf zum Parkplatz an der mittelalterlichen Burg von Lorca auch als Fortaleza del Sol bekannt. Sie stammt aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und diente zur Verteidigung der Grenze zwischen den Königreichen Murcia und Granada und wurde bis ins 16. Jahrhundert genutzt.

Von Lorca nach Puerto Lumbreras | 🌤

09. Januar 26

  • Lorca
  • Wanderung – Sendero del Cejo de los Enamorados
  • Puerto Lumbreras

Von unserem Parkplatz unterhalb der Burg startet der Sendero del Cejo de los Enamorados. Der wunderbar angelegte Wanderweg ist Teil des Ökotourismus der Via Augusta und befindet sich in der Gebirgskette der Peña Rubia. Der Weg wird breiter und dann biegen wir auf einen schmalen, sehr steilen Pfad hinauf zum Majon de la Canalica mit einer großen Steinpyramide ab. Es geht wieder steil bergab und wir bekommen eine spektakuläre Aussicht auf den Cejo de los Enamorados. Es ist eine vertikale, erodierte Sandsteinwand. Der Weg ist steinig, doch wechselt er bald wieder auf den gut ausgebauten Wanderweg, immer mit Blick auf den Cejo. Wir kommen zum Brunnen Fuente del Cejo. Ein Stück weiter haben Wanderer in einer kleinen Höhle Krippendarstellungen und Danksagungen angebracht. Auf dem nun bequemen Weg wandern wir die letzten Kilometer zu unserem Parkplatz zurück. Nach dieser herrlichen Wanderung fahren wir weiter nach Puerto Lumbreras. Bei der Anfahrt ist ganz deutlich die Ebene des Esparragal, die hauptsächlich auf die Agrarwirtschaft orientiert ist, und die Erhöhung „Cabezo de la Jara“ zu unterscheiden.

Wanderung am 2026-01-09 in Lorca 🚶‍♂️

Von Puerto Lumbreras nach Vélez-Blanco | 🌤

10. Januar 26

  • Puerto Lumbreras
  • Vélez-Blanco

Am Morgen suchen wir eine Tankstelle, wo wir unsere Gasflasche tauschen können. Die von unserem Nachbarn empfohlenen Tankstellen haben nur Bhutan. Ebenso die Nächsten in Richtung Zentrum, wo wir in den engen Gassen fast steckenbleiben. Wir parken in der Nähe der Altstadt, um zum Castillo de Nogalte y Casas Cueva zu gehen. Die zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaute mittelalterliche islamische Burg, deren strategische Lage am Zusammenfluss der Rambla de Nogalte und des Guadalentín-Tals die Kontrolle über die Handelswege ermöglichte, die die Levante mit Andalusien verbanden. Rund um die Burg gibt es Höhlenhäuser. Der Aufstieg ist über einen Zickzackweg möglich, doch die Burg und die Höhlenhäuser sind geschlossen. Die Burg ist nach unserem Empfinden nicht schön restauriert. Auch rundherum sieht es nicht einladend aus.
Wir halten uns nicht lange auf und fahren weiter nach Vélez Rubio. Hier gibt es zwei Tankstellen, wo wir nach Propangas vergeblich fragen. Dabei kommen wir durch schmale, enge Gassen, die nur in eine Richtung befahrbar sind. Dann 25 % Gefälle! Auch das haben wir geschafft und immer noch kein Gas. Also weiter nach Vélez Blanco, wo wir nun in Andalusien sind. Unterwegs sehen wir etwas Oranges mitten im Nirgendwo. Tatsächlich, ein Sammelpunkt für Repsol-Flaschen. Wir haben Glück, dass jemand da ist und uns eine Propangasflasche verkauft. Im Vélez Blanco parken wir direkt unter dem Castillo de los Fajardo, der schönsten Burg Andalusiens. Sie hat eine bewegte Geschichte seit 1506. Es ist ein Schloss und eine Festung in einem. Mittelpunkt ist der Innenhof aus weißem Marmor aus Macael. Es ist eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Renaissance und war zu dieser Zeit einzigartig in Spanien. Von dem schönen, mit Säulen geschmückten Balkon haben wir einen unvergleichlichen Blick über das Gassengewirr des Ortes, die weitreichende Landschaft und auf die Sierra de María-Los Vélez.

Von Vélez-Blanco nach Baza | ☀️

11. Januar 26

  • Vélez-Blanco
  • Wanderung – Sierra del Maimón
  • Baza

Direkt an unserem Parkplatz beginnt der Weg Sierra del Maimón (Sierra de Maria-Los Vélez). Ein Stück müssen wir noch die Straße A-317 in Richtung María gehen, dann biegen wir auf den Weg ab wo die Route Umbria del Maimón beginnt. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir den Aussichtspunkt Collado de las Arenas mit grandiosem Blick auf das Castell und die Sierra de la Muela. Auf einem breiten Weg geht es stetig bergan am Bauernhaus Cortijo del Peral vorbei und wir umrunden das Cortijo del Peral. An einer Weggabelung nehmen wir den Wanderweg Umbria del Maimón nach María bis zum Aussichtspunkt Puerto del Peral mit einer spektakulären Aussicht. Dann erfolgt ein sehr sehr steiler Aufstieg am Rand von Feldern bis hinauf zum Gipfel. Wir haben unseren höchsten Punkt am Cerro del Águila 1530 m ü. M. erreicht und genießen die Aussicht auf die Sierra de Maimón. Wir umrunden den Gipfel über einen felsigen Gratweg und kehren zu den Feldern zurück. Nun erfolgt ein schwieriger Abstieg durch eine felsige Schlucht, wo uns Steinmännchen bei der Orientierung helfen. Wir erreichen ein ausgetrocknetes Flussbett, dem wir auf einem parallelen Pfad folgen, bis zum Bauernhaus Cortijo del Prado. Der Waldweg bringt uns zur Verkehrsinsel am Ortseingang von Vélez Blanco. Wir folgen einem Pfad entlang der Straße bis zur Burg und unserem Parkplatz. Später fahren wir nach Baza im Naturpark Sierra de Baza.

Wanderung am 2026-01-11 in Vélez-Blanco 🚶‍♂️

Von Baza nach Gorafe | ☀️

12. Januar 26

  • Baza
  • Wanderung – Cañada de la Ventanilla
  • Gorafe

Heute fahren wir weiter nach Gorafe und wollen hier die Wanderung SL A – 278 Cañada de la Ventanilla – Campillos- Ampliación Fuente del Carrizal im Geoparque de Granada unternehmen. Die Wüste von Gorafe, auch die »Badlands« genannt, durchschneidet wie ein Flusstal die Landschaft bei Guadix und Baza. Von der Straße GR-6100 biegen wir auf einen ausgewaschenen Feldweg ab und es findet sich tatsächlich ein Parkplatz. Schon bald erreichen wir die Ruinen von Cortijo de la Vega und den Cerro de la Ventana (Fensterhügel). Kurz darauf sehen wir den Cerro de la Ventanille (Kleiner Fensterhügel) und haben eine herrliche Aussicht auf die Badlands mit dem Barranco de Oliveros. Immer sanft ansteigend folgen wir dem breiten Weg bis zum Gipfel. Wir nehmen den Abzweig zur Fuente del Carrizal, doch können wir diese nicht finden. Wieder ca. 1,3 km zurück auf dem Hauptweg sehen wir eine Höhle und wenig später eine alte Zisterne. Wir sind im Gebiet Cocón de la Retama und die Landschaft ändert sich. Getreidefelder und Mandelbaumplantagen säumen den Weg. Der Abstieg erfolgt durch die Schlucht Barranco de la Cueva del Aire mit spektakulären Ausblicken auf die ringsum schneebedeckten Berge. Allmählich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Route.

Wanderung am 2026-01-12 in Gorafe 🚶‍♂️

Von Gorafe nach Marchal | 🌤

13. Januar 26

  • Gorafe
  • Wanderung – Ruta de Llano de Olivares
  • Marchal

Das war mal wieder eine sehr kalte Nacht. Reif bedeckt am Morgen die Gräser. Wir fahren zurück in den kleinen Ort Gorafe, wo uns als Erstes die Kirche auf dem Hügel auffällt. Im Ort und in der Umgebung gibt es mehr als 300 Höhlenwohnungen, die größtenteils noch bewohnt sind. Von der einstigen Festungsanlage ist kaum noch etwas erhalten. Auf dem Hügel im Zentrum der ehemaligen Burg steht die Statue des Heiligsten Herzens Jesu, zu dem wir hinaufsteigen und von dem wir einen schönen Blick über die Ortschaft haben. In der Umgebung hat man rund 81 Megalithen aus der Bronzezeit entdeckt. Vom Parkplatz, ein Stück weiter an der Straße, laufen wir die Ruta de Llano de Olivares und können einige dieser Dolmen besichtigen. Wir gehen noch ein Stück weiter zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Gorafe. Dann treten wir den Rückweg an, immer mit Blick auf die Sierra de Baza und die Sierra Nevada mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Im Anschluss fahren wir noch ein Stück weiter nach Marchal am Nordhang der Sierra Nevada.

Wanderung am 2026-01-13 in Gorafe 🚶‍♂️

Von Marchal nach Loja | ⛅️

14. Januar 26

  • Marchal
  • Wanderung in Marchal
  • Loja

Marchal liegt in der Hoya de Guadix, in einem Schwemmland, das von den Flüssen bewässert wird, die den Nordhang der Sierra Nevada hinunterfließen. Wir gehen am Morgen in das Dorf, wo es zahlreiche Höhlenwohnungen gibt. Nachdem wir das Dorf besichtigt haben, starten wir unsere Wanderung Circular por Monumento Natural de Cárcavas de Marchal, direkt am Friedhof. Sogleich kommen wir zum Aussichtspunkt San Marcos. Wir folgen dem Wanderweg Rambla de la Vieja zum Teil dem Bachlauf, der zur Straße GR-4104 Lugros führt. Hier gehen wir ein Stück die Straße Richtung Marchal und biegen auf den Pilgerpfad ab und gehen weiter nach Purullena, das wir jedoch nicht besichtigen. Unsere Route geht nun durch die Höhlenschlucht von Monzoque weiter auf dem Mozarabischen Weg. Am Ende der Schlucht erreichen wir einen Pinienwald und steigen steil hinauf zum höchsten Punkt des Weges. Oben erwartet uns ein atemberaubender Ausblick auf die Senke und die Purullena-Ödnis (Badlands). Canyons, Schluchten, Rinnen, Feenkamine mit spitz zulaufenden Spitzen sind typisch für Badlands. Über das Hochplateau gehen wir zum Aussichtspunkt „Ende der Welt“ (mirador del fin del mundo) mit einem spektakulären und einzigartigen Blick zwischen der Badlands-Region Guadix und den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada. Wir biegen auf einen steilen Abhang ab, der uns zu den Zamar-Schluchten führt. Zum Glück führt die Schlucht kaum Wasser, sodass wir dem Weg folgen können, der uns zurück nach Marchal führt. Danach fahren wir ca. 100 km weiter nach Loja.

Wanderung am 2026-01-14 in Marchal 🚶‍♂️

Von Loja nach Écija | 🌥

15. Januar 26

  • Loja
  • Loja – Stadtrundgang
  • Écija

Wir betreten die Altstadt über die Puente del Gran Capitán, maurischen Ursprungs. Die Alcazaba von Loja auf einem Felsvorsprung stellt die Achse der Stadt dar. Viele Mauern und Türme zeugen von der politischen und militärischen Macht. Im restaurierten Bergfried ist das Museum der Stadt untergebracht. Am Fuß der Festung befindet sich die Kirche Mayor de la Encarnación, die auf einer ehemaligen Moschee errichtet wurde. Loja ist umgeben von zahlreichen Flüssen und Bächen und hat viele schöne Gebäude, darunter Paläste und Herrenhäuser. Viele Quellen und natürliche Wasserstellen mit heilenden Eigenschaften ihres Wassers sind über den ganzen Stadtkern verteilt. Wir gehen zur Fuente de los 25 Caños und steigen dann hinauf zum Aussichtspunkt Mirador de Isabel I de Castilla und genießen die Aussicht über die Stadt. Nach unserer Stadtbesichtigung fahren wir ca. 150 km weiter nach Écija. Schon bei der Anfahrt fallen die vielen hohen Kirchtürme auf.